Filtration in der Region Moskau & Zentralrussland

Kohle nach Smirnow

Filtration

Mit keinem Schritt werben Moskauer Marken so sehr wie mit der Filtration. Der Ruf reicht bis zu Pjotr Smirnow zurück. Der Moskauer Brenner führte in den 1870er Jahren die Filtration durch Holzkohle in großem Stil ein. Daraus machte er ein Verkaufsargument, das die Konkurrenz jahrelang zu kopieren versuchte. Vor Smirnow experimentierten zwar auch andere Moskauer Brenner mit Kohle, doch keiner vermarktete das Verfahren so konsequent.

Technisch läuft der verdünnte Rektifikat durch Säulen aus Birkenholzkohle, manchmal ergänzt um Quarzsand oder Tücher aus Watte und Filz. Die Kohle bindet einen Teil der restlichen Fuselöle und Geschmacksstoffe, die auch nach der Rektifikationskolonne noch übrig sind. Dadurch wird der Wodka runder und weniger scharf im Abgang.

Was die Kohle nicht schafft, ist das, was Werbung ihr gern zuschreibt. Sie macht aus billigem Rohstoff keinen edlen Wodka, und sie entfernt keine gesundheitlichen Risiken des Alkohols selbst. Die Grundqualität entscheidet sich schon vorher, bei Getreide, Wasser und Rektifikationsgrad. Die Filtration feilt nur noch am letzten Feinschliff.

In den Staatsbrennereien wurde Filtration nach der Verstaatlichung zur Norm. GOST-Vorschriften legten genaue Verfahren und Kontaktzeiten mit der Kohle fest. Kristall und andere Moskauer Betriebe mussten nachweisen, dass ihr Wodka bestimmte Filterstufen durchlaufen hatte, bevor er überhaupt abgefüllt werden durfte. Kontrolleure prüften das stichprobenartig.

Für Trinkende bleibt davon vor allem ein Unterschied im Mund übrig. Gut filtrierter Roggenwodka schmeckt weich und leicht süßlich, schlecht filtrierte Ware beißt auch nach der Kolonne noch. Genau diesen Unterschied wollte schon Smirnow seinen Kunden verkaufen, lange bevor es staatliche Normen dafür gab.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.