Rohstoff in der Region Sibirien

Weizen & Schwarzerde

Rohstoff

Wer im Spätsommer durch die Kulunda-Steppe im Altai-Vorland fährt, sieht Weizenfelder, die bis zum Horizont reichen. Genau aus dieser Gegend stammt ein Teil des Getreides, das später zu sibirischem Wodka wird. Der Boden hier zählt zu den fruchtbarsten der Welt, tiefschwarz und reich an Humus.

Diese Schwarzerde, auf Russisch Tschernosjom genannt, speichert Wasser und Nährstoffe außergewöhnlich gut, was in einer Region mit kurzem Sommer entscheidend ist. Nur wenige Monate ohne Frost bleiben den Bauern, danach sinken die Temperaturen wieder unter null. Deshalb wachsen hier vor allem winterharte Weizensorten, die im Herbst gesät werden und unter einer Schneedecke überdauern, bevor sie im kurzen sibirischen Sommer schnell reifen.

Der Hersteller von Mamont Wodka bezieht seinen weißen Winterweizen nach eigenen Angaben aus genau dieser Region und nicht aus fernen Kornkammern. Das Getreide wird gemälzt und vergoren, bevor es die Kolonnenanlage durchläuft, die weiter unten in dieser Reise zur Sprache kommt.

Auch die Brennerei in Mariinsk, die den Wodka Beluga herstellt, wirbt mit Getreide aus dem benachbarten Altai. Nach eigenen Angaben entsteht der Malzspiritus aus sorgfältig ausgewähltem Korn der Region, das über die Eurasische Steppe herangeschafft wird.

Das Ergebnis schmeckt anders als ein Wodka aus Kartoffeln, wie er in Teilen Polens üblich ist. Getreide aus kalter, fruchtbarer Schwarzerde bringt eine trockene, leicht erdige Note mit, die sibirische Marken bis in die Verkostung hinein prägt.

Kartoffeln wachsen in Sibirien seltener als im europäischen Teil Russlands, weil die kurze Saison Getreide begünstigt. Roggen kommt zwar ebenfalls vor, doch Weizen aus der Schwarzerde bleibt der Rohstoff, mit dem die bekannten Marken der Region werben.

Grab dich durchSchicht antippen

Tiefschwarzer Tschernosjom-Horizont, reich an organischer Substanz aus jahrhundertelangem Steppengras.

Die Wurzel: Speichert Wasser und Nährstoffe für den kurzen sibirischen Sommer, direkt nutzbar für die Weizenwurzeln.

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