Brennen & Rektifikation in der Region St. Petersburg & Nordwesten

Kupfer, Stahl, Newa

Brennen & Rektifikation

Zwei Techniken trennen dreihundert Jahre Brenngeschichte an der Newa. Als Ladoga 2003 die Marke Tsarskaya vorstellte, ließ die Brennerei ihren Meister nach eigenen Angaben ein Destillationsverfahren aus dem 17. Jahrhundert nachbauen. Ergänzt wurde es um einen Auszug aus Linde und Honig, der den Geschmack am Ende abrunden soll.

Der industrielle Alltag beider Brennereien sieht heute anders aus. Statt eines einfachen Brennkessels stehen hohe Rektifikationskolonnen aus Kupfer und Stahl, durch die Maische im Dauerbetrieb läuft. Sie liefert in einem einzigen Durchgang fast reinen, mehrfach nachgereinigten Alkohol, statt wie früher von Hand mehrfach nachgebrannt zu werden.

Russian Standard beziffert die eigene Anlage am Newaufer nach eigenen Angaben auf rund 60 Millionen US-Dollar Baukosten. Das Unternehmen bewirbt sie als eine der technisch am weitesten entwickelten Spirituosenfabriken überhaupt. Ladoga wiederum nennt für seinen Standort in der Stadt eine Kapazität von etwa drei Millionen Dekalitern im Jahr, verteilt auf mehrere Marken.

Am Ende jeder Kolonne steht dieselbe gesetzliche Marke: 40 Prozent Volumenanteil Alkohol. Diesen Wert legte der russische Staat schon 1843 fest, lange bevor moderne Kolonnenanlagen überhaupt existierten. Bis dahin unterschieden sich Hausbrände in Stärke und Reinheit stark voneinander. Danach musste jede Flasche denselben Standard treffen, ganz gleich, wie altmodisch oder modern die Anlage dahinter war.

Rektifikation heißt dabei mehr als nur Brennen. Die Kolonne trennt Alkohol, Wasser und unerwünschte Nebenprodukte wie Fuselöle in vielen aufeinanderfolgenden Schritten, bis fast reiner Trinkalkohol übrig bleibt. Erst danach wird dieser mit dem weichen Ladoga-Wasser auf Trinkstärke verdünnt. Dieses Verfahren prägt heute die große Mehrheit aller russischen Wodkas, ganz unabhängig davon, welche Geschichte die Etiketten erzählen.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.