Rohstoff in der Region Wolga-Ural

Weizen & Schwarzerde

Rohstoff

Zwei Getreidearten teilen sich die Felder zwischen Kama und Ural. Im Süden wächst Weizen auf der Schwarzerde, weiter nördlich in Richtung Kama-Mündung eher Roggen auf grauen Waldböden. Tatspirtprom setzt für seine Spritsorten „Ljuks“ und „Alfa“ nach eigenen Angaben auf harte Weizensorten. Sie stammen aus der Umgebung der beiden werkseigenen Spritfabriken in Ussady und Mamadysch.

Der Boden macht den Unterschied. Schwarzerde speichert über Winter Feuchtigkeit und gibt sie im Frühjahr an die junge Saat ab, das ergibt pralle, stärkereiche Körner. Weiter nördlich wird der Boden heller und saurer, dort wächst zäherer Roggen. Er bringt auch in mageren Jahren noch Ertrag.

Schon zu Zeiten des Khanats Kasan liefen große Mengen Getreide über die Wolga. Die Stadt lag an einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen Nord und Süd. Diese Lage blieb bis heute erhalten. Getreide aus dem Umland kommt über Wolga und Kama zu den Brennereien der Region, kürzere Wege gibt es kaum.

Für den Geschmack heißt das einiges. Ein Wodka aus hartem Wolga-Weizen wirkt oft runder und leicht süßlich. Roggen aus den nördlicheren Lagen der Region schmeckt dagegen schärfer und würziger. Welches Korn am Ende in der Flasche steckt, verraten die Hersteller selten offen, meist bleibt es bei „Getreidedestillat“ auf dem Etikett.

In Baschkortostan mischt sich das Bild weiter. Näher am Ural dominieren steinigere, dünnere Böden, auf denen neben Weizen auch robusterer Roggen und Gerste stehen. Die vier Likör-Wodka-Werke der Holding Baschspirt beziehen ihr Getreide daher aus mehreren Landkreisen der Republik, nicht aus einer einzigen Kornkammer.

Grab dich durchSchicht antippen

Humusreicher, dunkler Ackerboden, wie er im Kamatal und im südlichen Baschkortostan verbreitet ist.

Die Wurzel: Hier holt sich der Weizen Stickstoff und Mineralien für pralle, stärkereiche Körner.

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