Rohstoff in der Region Skåne & Åhus

Weizen aus Skåne

Rohstoff

Rund vierhundert Bauernhöfe liefern der Brennerei in Åhus ihren Winterweizen. Sie liegen im Umkreis von etwa fünfzig Kilometern um die Stadt. Zusammen kommen jedes Jahr etwa achtzigtausend Tonnen Getreide zusammen. Die Nähe ist kein Zufall. Je kürzer der Weg vom Feld zur Mühle, desto weniger verändert sich das Korn unterwegs. Die Brennerei weiß dadurch genau, von welchem Hof jede Charge stammt. Genau das braucht ein Wodka, der jedes Jahr gleich schmecken soll.

Diese Höfe liegen in einer der flachsten und fruchtbarsten Landschaften Schwedens, der Ebene um Kristianstad. Ausgesät wird der Winterweizen im Herbst. Geerntet wird er erst im nächsten Sommer. Die Pflanze übersteht den schwedischen Winter unter einer Schneedecke. Im Frühjahr treibt sie wieder aus, ganz ohne neue Aussaat. Diese Flachheit macht die riesigen Felder ideal für große, moderne Erntemaschinen, die in wenigen Tagen ganze Höfe abernten.

Winterweizen bringt mehr Stärke und weniger Eiweiß mit als Roggen. Genau das schmeckt man später im Glas. Wodka aus Weizen wirkt runder und leicht süßlich. Roggen dagegen wirkt kantiger und würziger, Kartoffel schwerer und ölig. Wer einen Roggenwodka aus Polen kennt und dann Wodka aus Åhus probiert, bemerkt den Unterschied meist schon beim ersten Schluck. Diese Unterschiede kommen von der Zusammensetzung des Korns, jede Getreideart bringt ihre eigene Mischung aus Stärke, Eiweiß und Öl mit in die Maische.

Unter den Feldern liegt überwiegend Sand, ein Erbe der letzten Eiszeit. Auch die Nähe zur Ostsee prägt den Boden. Sandböden erwärmen sich im Frühjahr schnell und lassen Wasser gut durch. Das gibt dem Winterweizen einen zügigen, gleichmäßigen Start. Dazu kommt ein mildes Klima ohne extreme Hitze. Das Korn reift darin langsam und lagert seine Stärke gleichmäßig ein. Dieses Wasser sickert später auch in die tiefen Brunnen der Brennerei, aus denen der fertige Wodka am Ende verdünnt wird.

Grab dich durchSchicht antippen

Dunkler, humusreicher Sand, in dem der Winterweizen im Herbst seine ersten Wurzeln schlägt.

Die Wurzel: Hier holt sich die junge Pflanze ihre ersten Nährstoffe, bevor der Winter kommt.

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