
Sechsmal durch Kupfer
Brennen & Rektifikation
Am Anfang steht Maische aus gelbem Mais, Wasser und Hefe. Sie gärt mehrere Tage, bis daraus eine milchig-süßliche Flüssigkeit mit wenigen Volumenprozent Alkohol wird. Erst danach beginnt das eigentliche Brennen.
Die meisten großen Wodkamarken erzeugen ihren Alkohol in hohen Rektifikationskolonnen im Dauerbetrieb. Tito's Handmade Vodka setzt dagegen auf alte, kupferne Brennblasen, sogenannte Pot Stills. Sie verarbeiten jeweils nur eine Charge auf einmal. Für eine Wodkabrennerei ist das ungewöhnlich, solche Anlagen kennt man eher aus der Whisky- oder Cognacherstellung.
Die Maische durchläuft die Brennblasen laut Unternehmensangaben sechsmal, bevor der Alkohol als weitgehend geschmacksneutraler Grundstoff übrig bleibt. Jeder Durchgang trennt Kopf und Schwanz des Destillats ab, also die leichtflüchtigen und die schweren Anteile. Zurück bleibt nur das saubere Herzstück. Genau das macht den Alkohol so rein.
Die US-Alkohol- und Tabaksteuerbehörde TTB schreibt in 27 CFR 5 eine Mindeststärke von 40 Volumenprozent für Wodka vor. Im Land ist das auch als 80 Proof bekannt. Ohne diese Mindeststärke darf ein Produkt dort gar nicht als Wodka verkauft werden. Tito's und Deep Eddy Vodka füllen genau auf diese Marke ab, ohne Fasslagerung und ohne Farbzusatz.
Seit einer Reform der TTB-Vorschriften im Jahr 2020 muss Wodka in den USA nicht mehr zwingend geschmacklich neutral sein. Hersteller dürfen seither kleine Mengen Zucker oder Zitronensäure zusetzen. Die texanischen Marken halten sich davon weitgehend fern. Sie werben stattdessen mit der reinen, mehrfach gebrannten Maisbasis.