
Lager, IPA, Stout
Bierstile
Was trinkt man in Kopenhagen am häufigsten? Ein helles Lager, das die Dänen schlicht Pilsner nennen. Es ist goldgelb, klar und untergärig, mit moderater Bittere und einer leichten Malzsüße, die nicht süß, sondern eher brotig wirkt. Carlsberg Pilsner und Tuborg Grøn stehen für diesen Stil, den man in jeder Kopenhagener Bar vom Fass bekommt.
Wie unterscheidet sich das von einem deutschen Pils? Es ist meist runder und milder. Das deutsche Pils setzt auf eine klare Hopfenbittere und einen trockenen Abgang, das dänische Lager lässt Malz und Hopfen mehr im Gleichgewicht.
Die zweite Sorte kommt aus der Craft-Szene. Ein India Pale Ale, kurz IPA, ist ein helles bis bernsteinfarbenes, obergäriges Bier mit viel Hopfen. In den Bars von Mikkeller steht es fast immer auf der Karte.
Das dritte ist der Imperial Stout, ein schwarzes, sehr starkes Bier mit viel Röstmalz, das nach Kaffee, Kakao und dunklen Früchten schmeckt. Mikkeller hat solche Biere in vielen Varianten gebraut, mit Kaffee, Vanille oder in Holzfässern gereift.
Zu Weihnachten kommt ein Sonderbier in den Handel. Tuborg Julebryg ist das bekannteste und bildet in Dänemark den Auftakt der Adventszeit, auch wenn es kein eigener, genormter Bierstil ist.
Die Werte im Steckbrief sind Korridore aus dem amerikanischen Bierstil-Leitfaden BJCP und keine Rezeptpflicht. Einzelne Biere können davon abweichen, und die Etiketten nennen die genauen Zahlen, mit denen man sie vergleichen sollte.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Goldgelb, klar, mild gehopft, leichte Malzsüße, sauberer und glatter Abgang.