
Fadøl und Pint
Verkosten
Wie schmeckt ein Bier aus Kopenhagen? Das helle Lager ist frisch, leicht süßlich und mild bitter. Das IPA bringt Frucht und Harz, der Stout Kaffee und Schokolade. Wer beide Seiten kennenlernen will, vergleicht ein Pilsner mit einem Pale Ale.
Als Beispiele eignen sich vier Biere. Carlsberg Pilsner und Tuborg Grøn zeigen das dänische Lager, beide gehören zur Carlsberg Group. Das Beer Geek Breakfast von Mikkeller steht für den kräftigen Stout, das Bombay Pale Ale vom Nørrebro Bryghus für ein Pale Ale mit britisch-indischem Vorbild.
Im Wirtshaus wird das Bier vom Fass als Fadøl bestellt. Das Glas ist meist ein einfacher Zylinder oder ein Becher mit Henkel, bei Craft-Bieren oft ein kleineres, stielloses Glas oder die Tulpe, die den Duft hält.
Gut gekühlt wird das helle Lager bei etwa 4 bis 7 Grad. Ein IPA schmeckt etwas wärmer besser, bei etwa 8 bis 10 Grad, und starke Stouts zeigen ihr Aroma sogar bei 12 bis 14 Grad.
Beim Einschenken hält man das Glas schräg und lässt das Bier an der Wand laufen, bis es halb voll ist. Dann stellt man das Glas auf und lässt eine feste Schaumkrone entstehen. Zu viel Schaum erschwert das Trinken, zu wenig lässt das Aroma entweichen.
In Vesterbro liegt Kødbyen, der alte Fleischmarkt, in dem heute Bars und Restaurants sitzen. Das Angebot an Craft-Bier ist in der Stadt so dicht, dass Kopenhagen als wichtige Stadt der Craft-Bierszene gilt. Hier lässt sich ein Bier frisch aus dem Tank probieren.