
Pils, Weißbier, Kellerbier
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Wer in Ingolstadt Bier probieren will, hat Auswahl: Sechs Brauereien nennt eine Übersicht für die Stadt. Als Beispiele taugen Herrnbräu mit seinem Hefeweißbier Hell und dem Premium Pils, dazu das Festbier Tradition. Von Nordbräu stehen Pils, Helles, Weißbier und Kellerbier im Sortiment.
Das Pils lässt sich am besten in der Pilstulpe prüfen. Der schlanke Stiel hält die Hand fern vom Bier, die Form fängt die Aromen. Ein Weißbier gehört in das hohe Weißbierglas, das oben weiter ist als unten und den Schaum trägt. Das Helle kommt im Wirtshaus oft im Krug oder im Henkelglas, wie überall in Altbayern.
Wichtiger als jede Ziffer ist, dass das Bier nicht zu kalt ist. Ein Pils darf frisch sein, ein Helles und besonders ein Weißbier verlieren bei Eiseskälte ihre Aromen. Eine feste Zahl nennt hier niemand verbindlich. Wer wissen will, wie ein Weißbier schmeckt, wartet kurz, bis sich das Glas leicht beschlägt.
Beim Einschenken eines Weißbiers hilft eine Regel: Glas schräg halten, am Ende neigen, den Rest der Hefe im Flaschenboden mit einem Schwenk aufrühren. Das Kellerbier ist meist unfiltriert und naturtrüb, es zeigt die Hefe sichtbar, und im Aroma tritt das Malz hervor.
Beim Probieren gilt das Gleiche wie überall: Erst riechen, dann in kleinen Schlucken trinken, die Bittere zuletzt beurteilen. Wer fährt, bestellt ein alkoholfreies Bier, Nordbräu führt nach eigener Angabe auch alkoholfreie Varianten.