
Maß, Märzen, Kellerbier
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Im Glas zeigt ein Herbstfest-Märzen eine satte Goldfarbe und einen cremigen Schaum. Er riecht nach frischem Brot und etwas Honig, im Mund ist er rund und malzbetont, und am Ende bleibt eine leichte Bittere. Ein Weißbier derselben Brauereien zeigt dagegen Trübung, Banane und Nelke. Das Glas spült man vor dem Einschenken kalt aus, damit der Schaum fein bleibt.
Zum Vergleichen eignen sich drei Rosenheimer Biere: der Rosenheimer Herbstfest-Märzen des Auerbräu mit 5,6 Prozent, das Johann Auer Kellerbier mit 5,5 Prozent und das Märzen, das die Flötzinger Brauerei zum Herbstfest braut. Das Kellerbier ist ungefiltert und wirkt dadurch voller und hefiger.
Das typische Gefäß ist die Maß, ein Krug mit einem Liter Inhalt. Bis 1811 galten in Bayern wechselnde Mengen, dann vereinheitlichte man sie auf 1,069 Liter. Erst 1871, mit der Gründung des Deutschen Reichs, wurde die Maß auf genau einen Liter festgelegt.
Märzen und Festbier trinkt man kühl, bei etwa sieben Grad, damit die Malznoten nicht von der Kälte betäubt werden. Beim Zapfen hält der Schankkellner das Gefäß zuerst schräg unter den Hahn und stellt es zum Schluss gerade, damit sich eine feste Krone bildet.
Wie viel Alkohol steckt in einer Maß? Bei 5,6 Prozent vol. sind es rund 56 Milliliter oder gut 44 Gramm reiner Alkohol. Das lohnt sich zu wissen, wenn man mit dem vollen Liter in der Hand das eigene Tempo wählt.