
Pint & Handpumpe
Verkosten
Im Pub von Burton kommt das Bier oft aus der Handpumpe. Der Wirt zieht am Hebel, und das Cask Ale, also das Fassbier mit natürlicher Reifung im Fass, läuft in ein Pintglas mit 568 Millilitern. Die Haube ist niedrig und cremig, der Kohlensäuregehalt gering. Das unterscheidet es von Fassbier aus dem deutschen Brauhaus.
Gekühlt wird wenig. Fassbier dieser Art reift im Keller des Pubs bei etwa 11 bis 13 Grad und kommt kaum kälter ins Glas. Bei dieser Temperatur zeigen sich Malz, Frucht und Hopfen deutlicher als bei Eiseskälte. Wer es zu kalt trinkt, schmeckt weniger.
Was erwartet einen im Glas? Draught Bass ist die bekannteste Burton-Marke, ein bernsteinfarbenes Bitter mit malziger Tiefe und trockenem Abgang. Die Marke gehört heute AB InBev. Das zeigt, wie sehr sich Burton verändert hat, obwohl das Dreieck auf dem Etikett das alte geblieben ist.
Marston's Pedigree ist ein Bitter mit 4,3 Prozent Alkohol, dessen Ruf lange mit den Union-Fässern verknüpft war. Seit 2024 wird die Gärung im Holz nicht mehr fortgeführt, der Geschmack gilt aber als Vergleichsmaßstab. Aus der kleineren Szene kommt die Burton Bridge Brewery, die in der Stadt traditionelle Fassbiere braut.
Beim Verkosten hilft der Geruch. Beim ersten Schnuppern kann der Hauch von Burton snatch auftauchen, danach kommen Karamell, Biskuit und etwas Orangenschale. Man trinkt in kleinen Schlucken und achtet auf das trockene Ende. Je länger das Bier steht, desto mehr öffnet es sich.