
Pint & Zapfhahn
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Wie schmeckt Bier aus Bengaluru? Ein Kingfisher ist hell, leicht süßlich im Antrunk und kaum bitter, mit einem Hauch von Getreide und wenig Hopfenduft. Das passt zur Hitze: Das Bier soll Durst löschen, kühl und schlank sein und die Zunge nach einem scharfen Gericht beruhigen.
Die Biere der Brewpubs sind vielseitiger. Das Toit, 2010 in Indiranagar eröffnet, braut helles Weißbier, Pale Ale und ein Basmati Blonde. Die Arbor Brewing Company, 2012 eröffnet, zeigt amerikanische Stile, das Brahma Brews ein Bier mit Kokum, das leicht säuerlich schmeckt wie eine Frucht aus dem Küstenland. Wer ein IPA bestellt, riecht zuerst Zitrus und Harz und schmeckt danach die Bittere am Zungenrand.
Serviert wird meist im Pint-Glas oder im Henkelkrug, in Brewpubs auch als Probierbrett mit vier kleinen Gläsern, damit man mehrere Stile nebeneinander vergleichen kann. Im Handel sind große Flaschen mit 650 Millilitern üblich, die man sich am Tisch teilt.
Die Temperatur bestimmt, was man schmeckt. Ein Lager trinkt man bei 4 bis 7 Grad, eiskalt in der Hitze, doch wenig Aroma bleibt dabei. Weißbier schmeckt bei 6 bis 8 Grad am besten, ein IPA bei 8 bis 10 Grad, weil Hopfen und Malz erst bei etwas mehr Wärme sprechen. Wer ein Bier in der Mittagshitze langsam trinkt, merkt den Unterschied nach den ersten Minuten.
Das Zapfen geschieht im Brewpub meist direkt am Serviertank. Das Glas steht schräg unter dem Hahn, der Schaum bildet am Ende eine feste Krone, und das Bier kommt nur wenige Meter vom Tank in die Hand.