
Stout, Momo, Kizakura
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Wie schmeckt Craft-Bier aus Kansai? Meist sauber, genau gearbeitet und nicht zu laut. Ein Stout wie der von Minoh, laut Brauerei mit Kaffee, dunkler Schokolade und weichem Körper, zeigt das gut: Er ist kräftig im Aroma, aber trocken im Abgang und deshalb auch zu Gebratenem gut zu trinken.
Als Gegenstück dient Momo von Minoh, ein Pfirsichbier. Man riecht reife Frucht, der Geschmack ist dagegen eher leicht. Wer fruchtige Biere nicht mag, sollte die Probe auf ein kleines Glas beschränken. Als dritte Spur lohnt sich Kyoto Beer von Kizakura, das mit der Sake-Hefe des Hauses gebraut wird. Kyoto Brewing ergänzt die Reihe mit belgisch geprägten Bieren und IPA, die man auch aus der Dose probieren kann.
Das Glas richtet sich nach dem Bier. Helles Lager schmeckt im schlanken Glas oder im Henkelkrug, in Japan Jokki genannt, am besten. Stout und aromatische Craft-Biere entfalten sich in der Tulpe oder im Becher, weil sich der Duft dort sammelt. Gut kalt serviertes Lager wird bei etwa 4 bis 7 Grad getrunken, Stout wärmer bei etwa 8 bis 12 Grad.
Beim Einschenken zählt Schaum. Fassbier, auf Japanisch Nama, kommt oft mit einer festen weißen Krone ins Glas, die das Aroma schützt. Der bekannte Satz „Toriaezu nama“ bedeutet etwa „erst einmal ein Fassbier“. Zum Anstoßen sagt man Kanpai. Zum Probieren genügt ein kleines Glas, denn die Aromen zeigen sich schon in den ersten Schlucken.