
Probierraum und Flight
Verkosten
Wie schmeckt ein Bier aus British Columbia? Meist nach Zitrus, Harz und Kiefernnadeln, mit einer festen Bittere am Ende, die schnell wieder verschwindet. Für den Einstieg empfiehlt sich ein Pale Ale, das leichter ist und weniger fordert als ein IPA.
Wer probieren will, geht in den Probierraum, im Englischen Taproom oder Tasting Room genannt. Viele Brauereien schenken dort ein Brett mit vier kleinen Gläsern aus, einen Flight. So lassen sich mehrere Biere vergleichen, ohne dass es zu viel wird. Der BC Ale Trail bündelt solche Besuche zu Routen, 2024 etwa in einem Pass mit 31 Brauereien in Vancouver.
Als Beispiele taugen vier Häuser. Spinnakers in Victoria braut im eigenen Haus am Hafen. Granville Island Brewing in Vancouver gehört zu Molson Coors. Tree Brewing in Kelowna, seit 1996 am Markt, steht für das Okanagan-Tal, und Okanagan Springs, 1985 gegründet, für dessen ältere Brauereigeschichte.
Serviert wird im Pintglas, einem schlichten, hohen Becher ohne Stiel. Für ein IPA genügt das, denn hier zählt der Hopfenduft, und ein weites Glas lässt ihn nach oben steigen. Die Temperatur liegt am besten um 6 bis 8 Grad: Wird das Bier eiskalt serviert, verschwindet das Aroma.
Gezapft wird mit Kohlensäure, selten mit Handpumpe. Mitnehmen lässt sich das Bier im Growler, einer wiederbefüllbaren Glasflasche, die die Brauerei am Zapfhahn füllt. Beim Einschenken hält man das Glas schräg und richtet es am Ende auf, damit eine feste Schaumkrone entsteht, die das Hopfenaroma einschließt.