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Hopfen in der Region Vestland & Kveik

Hopfen, Wacholder, Zweige

Hopfen

Hopfen ist im norwegischen Hofbier nur einer von zwei Würzstoffen. Der andere ist der Wacholder, und oft gibt der Wacholder den Ton an. Wer ein Gårdsøl probiert, schmeckt zuerst Harz und Nadel und erst danach eine leise Hopfenbittere.

Früher zog man den Hopfen auf dem Hof selbst, in einem kleinen Garten hinter dem Haus. Diese Pflanzen lieferten Dolden für das Weihnachtsbier und konservierten es ein wenig. Große Anbauflächen gab es nie.

Hopfen enthält Bitterstoffe, die dem Malz die Süße nehmen und das Bier länger frisch halten. In den Hofbieren aus Voss oder Hornindal fällt die Bittere trotzdem gering aus, denn die Brauer wollten ein weiches, süffiges Bier und kein herbes.

Der Wacholder liefert dafür eine zweite Würze. Er bringt Harz, einen Hauch Zitrus und etwas Gerbstoff, der dem Bier Biss gibt. Im Stjørdal tritt dazu der Rauch des Malzes, sodass Hopfen dort fast zur Randfigur wird.

Heute ist die Lage anders. Craft-Brauer in Bergen und Umgebung kaufen Hopfen aus dem Ausland und lieben die Kombination aus Kveik und fruchtigen amerikanischen Sorten wie Citra. Die warme Gärung betont dann Zitrusfrüchte und Tropenfrüchte, ohne dass das Bier scharf bitter wird.

Wer ein norwegisches Bauernbier verstehen will, sollte also nicht nach der Bittere fragen. Er sollte nach dem Wacholder fragen, nach dem Rauch und nach der Hefe, denn die entscheidet am Ende über den Geschmack.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenIPA: Hopfen im Vordergrund
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