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Verkosten in der Region Michigan

Pint, Tulpe, Growler

Verkosten

Ein Pint in Michigan fasst 473 Milliliter, ein amerikanisches Pint also etwas weniger als ein halber Liter. Es kommt im Schlankglas mit leicht nach oben geweitetem Rand, das viel Schaum trägt und das Aroma gut hält. Für starke Biere gibt es kleinere Gläser.

Ein American IPA trinkt man gekühlt, aber nicht eisig, bei etwa 7 bis 10 Grad Celsius. Zu kalt, und das Aroma bleibt im Glas stecken. Bell's Two Hearted Ale zeigt zuerst Grapefruitschale und Kiefernharz, dann kommt eine klare Bittere und ein trockener Abgang.

Das Founders All Day IPA ist leichter und fruchtiger, mit Zitrusduft, wenig Süße und frischem Hopfenton. Die Biere von Keweenaw im Norden lassen sich dagegen als Gegenprobe nutzen: Das Widow Maker Black Ale ist dunkel, aber nicht schwer, mit Röstaroma und einem milden Schluck.

Starke Stouts verlangen anderes Glas und andere Temperatur. Ein Imperial Stout gehört in eine Tulpe oder einen Schwenker, bei etwa 10 bis 13 Grad Celsius. Dann kommt der Duft nach Kaffee und Schokolade am besten heraus. Man trinkt in kleinen Schlucken, denn Bier mit mehr als zehn Prozent Alkohol wirkt deutlich stärker, als es schmeckt.

Zapfen und Mitnehmen laufen in Michigan oft anders als in Deutschland. Viele Brauereien füllen Bier in den Growler, eine Glasflasche mit 1,9 Litern Inhalt, die man in der Brauerei auffüllen lässt. Probierbretter mit vier bis sechs kleinen Gläsern heißen „Flights“.

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