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Verkosten in der Region St. Louis

Pint, Longneck, Kälte

Verkosten

Im Glas sieht ein Budweiser strohgelb aus, mit einer schmalen, schnell zusammenfallenden Schaumkrone und feinen Perlen. Der erste Schluck ist kalt und leicht süßlich, danach kommt eine trockene, fast neutrale Note, die an Brot und Reis erinnert. Hopfen ist kaum zu schmecken, nach Etikett hat das Bier rund 5 Prozent Alkohol.

Wer ein Gegenstück sucht, nimmt in St. Louis ein Schlafly Pale Ale. Es riecht nach Zitrus und Harz, schmeckt kräftiger nach Malz und hat eine deutliche Bittere, die lange bleibt. Das Schlafly Hefeweizen zeigt dagegen Banane und Nelke, wie man sie von bayerischen Weißbieren kennt, und das Oatmeal Stout schmeckt nach Kaffee und Haferflocken.

Serviert wird in den USA meist im Pint, einem Glas mit 473 Millilitern, also 16 amerikanischen Flüssigunzen. Die Flasche, im Handel oft als Longneck mit langem Hals, fasst 355 Milliliter, also 12 Unzen. Lager schmeckt am besten bei 3 bis 5 Grad Celsius, Pale Ale und Stout zeigen ihr Aroma erst bei etwa 7 bis 10 Grad.

Beim Zapfen hält man das Glas schräg unter den Hahn, damit der Schaum nicht schießt, und richtet es zum Schluss auf. Die Krone sollte etwa zwei Finger hoch stehen. Zu viel Schaum macht das Bier fad, zu wenig lässt die Kohlensäure schnell entweichen. In der Schlafly-Gaststätte, dem Tap Room in der Innenstadt, kann man diesen Unterschied gut vergleichen.

Dazu im Lexikon

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