
Dose und Glas
Verkosten
Wer ein Vermont-IPA ins Glas gießt, sieht zuerst die Farbe. Sie ist trüb und leuchtet zwischen Zitronengelb und Orange, der Schaum steht hoch und bleibt eine Weile. In der Nase kommen Zitrusschalen, reife Mango und manchmal ein Hauch Gras. Im Mund ist der Körper rund, der Abgang bleibt kurz und überraschend weich.
Das erste Beispiel ist Heady Topper vom Alchemist. Die Dosen fassen 473 ml, die Brauerei bittet auf dem Etikett, das Bier direkt aus der Dose zu trinken, weil sich so der Duft am besten entfalte. Das ist eine Herstellerangabe, kein Gesetz, und viele Brauer sehen es etwas lockerer. Das zweite ist Focal Banger, das zweite Dosenbier des Alchemist seit Januar 2013, etwas leichter und ohne das Gewicht eines Double.
Ein weiteres Beispiel ist Sip of Sunshine von Lawson’s Finest Liquids, ein IPA mit viel Citra, das seit 2014 gebraut wird und das Lawson’s zum Gesicht der Region machte. Hill Farmstead ist dagegen vor allem im Ausschank auf dem Hof zu erleben und liefert Pale Ales ebenso wie Saisons, die nach Verwandten der Familie heißen.
Als Glas dient meist das Pint-Glas mit etwa 470 ml. Wer mehr Duft will, nimmt ein Tulpenglas, denn es sammelt die Aromen. Die Temperatur liegt bei 6 bis 8 °C. Viel kälter schmeckt man die Frucht kaum, viel wärmer wird das Bier schwer. Man gießt langsam in die Mitte des Glases, damit der Schaum entsteht, und lässt das Bier danach kurz stehen.