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Reifung & Lagerung in der Region Tarija

Ruhe ohne Holz

Reifung & Lagerung

Nach dem Brennen darf der Singani ruhen, bevor er in die Flasche kommt. Er tut das nicht im Eichenfass, sondern in neutralen Behältern, meist Edelstahltanks. Dort verlieren sich scharfe Kanten, die Aromen verbinden sich, und der Brand wird runder. Farbe nimmt er dabei nicht an: Der Singani bleibt glasklar.

Wie lange er ruht, wird unterschiedlich angegeben. In der Regel ist von mehreren Monaten die Rede, oft zwischen sechs und neun. Für den Singani 63 wird nach Berichten eine Ruhezeit von neun Monaten in Tanks genannt.

Das ist ein klarer Unterschied zum Cognac, der mindestens zwei Jahre in Eichenfässern verbringt, bevor er Cognac heißen darf. Singani liegt eher bei Pisco, der in Peru mindestens drei Monate in neutralen Behältern ruht und ebenfalls kein Holz berührt. Wer ein Fass im Keller erwartet, sucht beim Singani vergeblich.

Weil kein Holz im Spiel ist, bleibt der Duft der Muskattraube vorn. Eine Alterung über Jahre ist nicht das Ziel; der Brand soll frisch bleiben. Altersstufen wie VS, VSOP oder XO, die man von Cognac kennt, sind beim Singani nicht üblich.

Abgefüllt wird der Singani meist mit 40 Prozent Alkoholgehalt, das entspricht 40 % vol. Danach hält er sich in der Flasche, ohne weiter zu reifen. Einmal geöffnet, wird er wie jeder klare Brand an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur aufbewahrt. Das passt zur Idee des Brandes: Er soll nach der Traube schmecken und nicht nach dem Behälter. Wer ihn zum ersten Mal probiert, merkt rasch, dass hier die Frucht im Mittelpunkt steht und nicht das Handwerk des Küfers.

Dazu im Lexikon

Was Holz dem Brand gibt: Fassreifung
ZurückBrennenWeiterBrandstil

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft