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Reifung & Lagerung in der Region Rüdesheim & Rheingau

Eiche und Zeit

Reifung & Lagerung

Wie lange muss Weinbrand im Fass reifen? Nach EU-Recht mindestens ein Jahr in Eichenbehältern ab 1.000 Litern oder mindestens sechs Monate in kleineren Eichenfässern. Das ist deutlich weniger als beim Cognac, der mindestens zwei Jahre in Eiche liegt. Auch unter dem Namen „Deutscher Weinbrand“ darf nichts unter diesen Mindestzeiten in die Flasche.

Im Holz verändert sich der Brand. Er nimmt Vanille, Röstaromen und Gewürznoten auf, wird bernsteinfarben, und scharfe Kanten runden sich ab. Ein kleiner Teil verdunstet durch das Holz, im Fachjargon der Engelsanteil.

Die Farbe darf mit Zuckerkulör angeglichen werden, damit jede Abfüllung gleich aussieht. Bis zu 35 Gramm Zucker je Liter sind erlaubt, um den Geschmack abzurunden. Aroma oder fremder Alkohol sind dagegen verboten.

Altersangaben auf dem Etikett dürfen sich nur auf den jüngsten Bestandteil der Mischung beziehen, denn ein Verschnitt besteht aus vielen Fässern. „Asbach Uralt“ ist ein Markenname, die Marke ist seit 1908 eingetragen. Das Wort sagt also etwas über den Stil des Hauses, nicht über ein Mindestalter in Jahren.

Beim Cognac sind die Altersstufen genau festgelegt. VS braucht mindestens zwei Jahre, VSOP mindestens vier, und für XO gilt seit dem 1. April 2018 ein Mindestalter von zehn Jahren; vorher waren es sechs. So lässt sich der Unterschied zwischen Cognac und Weinbrand an der Reifung am schnellsten erklären: Beim Weinbrand genügt das EU-Minimum, beim Cognac beginnt die Regel erst bei zwei Jahren.

Dazu im Lexikon

VS, VSOP und XO beim Cognac
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft