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Frucht & Rohstoff in der Region Bas-Armagnac

Reben auf Sand

Frucht & Rohstoff

Armagnac ist ein Brand aus Wein, und welche Rebe im Glas steckt, prägt den Charakter. Zugelassen sind zehn Sorten, darunter Baco blanc, Colombard, Folle blanche und Ugni blanc. Vier davon geben dem Brand seine Persönlichkeit, die übrigen sechs, etwa Mauzac oder Jurançon, laufen am Rand mit.

Der Ugni blanc liefert Säure bei wenig Alkohol, genau das, was ein Wein braucht, der später gebrannt wird. Er gilt als die Brennrebe schlechthin und trägt auch den Cognac. Er verdrängte die Folle blanche, die bis zur Reblauskrise von 1878 die vorherrschende Rebe der Gascogne war. Ganz verschwunden ist die empfindliche Sorte nicht: Das Château du Tariquet bei Eauze füllt sortenreine Folle-blanche-Brände ab, die als blumig und fein gelten.

Die Antwort auf die Reblaus kam aus den Landes. Der Lehrer François Baco kreuzte 1898 die Folle blanche mit der amerikanischen Hybridrebe Noah, heraus kam der Baco blanc, früher Baco 22A genannt. Er gedeiht auf den Sandböden der Gegend und liefert Brände mit viel Struktur.

Der Colombard bringt würzige Töne dazu. Viele Parzellen liegen auf feinem, gelblichem Sand, den man hier sables fauves nennt, und das Land wirkt kleinteilig: Rebstücke wechseln mit Wiese, Acker und Wald. Zwischen ihnen stehen Kiefernwälder, die den Wind bremsen und der Landschaft ihren Atlantikhauch geben.

Warum gerade Wein als Rohstoff? Die Gascogne ist Weinland, und ein säurereicher, alkoholarmer Wein ergibt ein feines Destillat. Das Château de Laubade in Sorbets baut nach Angaben des Hauses alle vier klassischen Sorten an, auf einem einzigen Rebstück von 105 Hektar.

Dazu im Lexikon

Rebsorten für Weindestillate
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