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Reifung & Lagerung in der Region Bas-Armagnac

Eiche, dann Glas

Reifung & Lagerung

Frisch gebrannt ist Armagnac farblos und scharf. Erst das Eichenfass macht ihn bernsteinfarben und rund, in den ersten Jahren mit Vanille und Gerbstoff, später mit Trockenfrucht und Gewürz. Vorgeschrieben ist mindestens ein Jahr in Eiche, gezählt ab dem 1. April nach der Fassbefüllung, und im Handel muss der Brand mindestens 40 Prozent vol haben.

Zulässig sind Sessil- und Stieleiche. Üblich sind Fässer von rund 400 Litern, oft aus Eiche der Gascogne. Das Château de Laubade in Sorbets nennt sich nach eigenen Angaben das einzige Haus des Armagnac, das seine Fässer selbst baut; die Eiche trocknet dort mindestens drei Jahre im Freien.

Auf dem Etikett stehen Altersstufen. Ein VS ist mindestens ein Jahr alt, XO und Hors d'âge mindestens zehn Jahre, seit sich die Regeln 2018 an den Cognac angeglichen haben. Dazwischen liegen Stufen wie VSOP, die ein Haus für seinen Stil festlegt.

Sehr alte Brände wandern oft aus dem Holz in große Glasballons, damit sie nicht noch mehr Holzton aufnehmen. Im Glas reift der Brand nicht weiter, und seine Farbe bleibt, wie sie ist. Solche Ballons stehen in kühlen Kellern, manchmal Jahrzehnte.

Während der Fasszeit verdunstet ein Teil durch das Holz, und die Stärke sinkt mit den Jahren. Für den Verkauf wird der Brand deshalb vorsichtig mit Wasser auf die gewünschte Trinkstärke eingestellt, mindestens aber auf 40 Prozent vol. Erst dann ist er bereit für die Flasche. Wie stark das Holz wirkt, hängt von Alter und Größe des Fasses ab: Ein neues Fass gibt viel ab, ein altes nur noch wenig, und der Kellermeister wechselt den Brand deshalb im Lauf der Jahre von Fass zu Fass.

Dazu im Lexikon

Fassreifung bei Whisky im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft