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Essen & Brauchtum in der Region Friaul

Frico und Fogolâr

Essen & Brauchtum

Im Mittelpunkt eines friulanischen Hauses stand früher das Fogolâr, der offene Kamin mitten in der Küche, um den sich die Familie versammelte. In den Osterien von Udine beginnt der Abend mit einem Tajut, dem kleinen Glas Wein am Tresen, und die Grappa beschließt das Essen.

Frico ist ein Gericht aus Käse, oft Montasio, das in der Pfanne knusprig gebraten wird. Eine weichere Variante enthält Kartoffeln und Zwiebeln. Es stammt aus der Carnia, dem Bergland im Norden, und zeigt, wie Hirtenküche in die ganze Region fand. Ein Brand mit klarer, trockener Art schneidet die Fülle des Käses.

Cjarsons, ebenfalls aus der Carnia, sind Teigtaschen, in denen sich süße und herzhafte Füllungen treffen, etwa Spinat, Ricotta, Schnittlauch, dunkle Schokolade und Marmelade. Der Prosciutto di San Daniele aus der Provinz Udine ist mild und süßlich und verträgt sich mit einem weichen Obstbrand.

Die Gubana ist ein Hefegebäck mit einer Füllung aus Nüssen und Trockenfrüchten, in Teig und Füllung steckt Grappa. Man kennt sie aus Cividale del Friuli und den Valli del Natisone. Hier kommt der Brand nicht ins Glas, sondern in den Kuchen. Das Gebäck gilt als Festtagsgebäck, vor allem zu Ostern und Weihnachten.

Friaul grenzt an Österreich und Slowenien, und die Küche zeigt es. Die Jota, eine Suppe aus Bohnen und Sauerkraut, kennt man in Triest und auf dem Karst. Nach so einem Essen steht oft ein Brand auf dem Tisch. Dass er die Verdauung beschleunigt, stimmt allerdings nicht: Mit Alkohol leert sich der Magen eher langsamer, auch nach einer Jota. Die Erleichterung danach ist Entspannung.

Dazu im Lexikon

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