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Region & Geschichte in der Region Friaul

Kessel auf Rädern

Region & Geschichte

Grappa friulana heißt der Tresterbrand aus Friaul, und seine Geschichte beginnt auf Rädern. Bis 1897 stand der Brennapparat der Familie Nonino auf einem Wagen und zog mit der Weinlese von Weinberg zu Weinberg. Dann richtete sich Orazio Nonino in Ronchi di Percoto eine feste Brennerei ein, und der Trester kam nun zu ihm. Percoto liegt in der Provinz Udine, mitten im friulanischen Weinland.

Berühmt wurde das Haus im Dezember 1973. Am ersten Tag des Monats brachten Benito Nonino und Giannola Nonino mit der Monovitigno Picolit die erste sortenreine Grappa heraus, gebrannt allein aus dem Trester einer einzigen Rebsorte. Nach Angaben des Hauses kam der frische Trester binnen weniger Stunden nach dem Pressen in Kupferkessel, die Benito Nonino selbst entworfen hatte, und aus der rustikalen Grappa wurde ein feiner Brand. Andere Brenner ahmten das Vorbild bald nach. Benito Nonino starb 2024.

Wer Grappa friulana oder Grappa del Friuli kauft, bekommt Trester von Trauben, die in Friaul-Julisch Venetien gewachsen und zu Wein verarbeitet wurden. Auch gebrannt wird in der Region. Der Name ist seit 1989 als geografische Angabe der EU geschützt und gilt für das ganze Land von den Alpen der Carnia bis zur Adria. Friulana ist also kein Stil, sondern eine Herkunft.

Drei weitere Namen genießen denselben Schutz. Williams friulano oder Williams del Friuli steht für Birnenbrand, Kirsch Friulano für Kirschbrand. Der Sliwovitz del Friuli-Venezia Giulia ist ein Pflaumenbrand aus italienischen Früchten, gebrannt in Brennereien der Region.

Das Haus Nonino in Percoto bleibt der bekannteste Name des Landes. Zur Familie gehören neben Giannola Nonino die Töchter Cristina, Antonella und Elisabetta, die den Neuanfang von 1973 mittrugen.

Dazu im Lexikon

Grappa im Überblick: Herkunft, Trester und Stile
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft