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Brennen in der Region Armenien

Kupfer und Kolonne

Brennen

Wie wird armenischer Brandy gebrannt? Brandy wird in der Regel in Kupfer gebrannt, und nach den Angaben der Häuser in Jerewan, etwa Ararat und Noy, ist das auch hier so: Der Wein wird in einer Brennblase erhitzt, der Alkohol steigt als Dampf auf, kühlt in einer Röhre ab und tropft als Destillat wieder herunter. Kupfer bindet unerwünschte Schwefelverbindungen und gilt deshalb als bevorzugtes Material.

Grundsätzlich gibt es für Weinbrand zwei Wege. Bei der Brennblase wird der Wein in Etappen gebrannt, das ergibt einen breiten, aromatischen Brand. Die Kolonne ist ein hoher Turm, in dem der Dampf fortlaufend gereinigt wird und der einen leichteren, saubereren Brand liefert. Beide Verfahren sind für Brandy erlaubt, nur die Art des Geräts ist je nach Haus verschieden.

Entscheidend ist das Abtrennen. Der erste Teil, der Vorlauf, riecht scharf nach Lösungsmittel und wird verworfen. Der Mittellauf, das Herz, ist der eigentliche Brand. Der Nachlauf mit schweren, öligen Noten wird getrennt aufgefangen. Wo der Brenner schneidet, prägt den Stil mehr als jede Zahl auf dem Etikett.

Beim Oghi kommt etwas hinzu: Aprikosen und andere Früchte enthalten Pektin, aus dem schon in der Maische Methanol entsteht, nicht erst beim Brennen. Obstbrände tragen deshalb von Natur aus mehr davon als Weinbrand, und die EU setzt dafür eigene Höchstwerte. Den Vorlauf abzutrennen senkt Methanol nur teilweise.

In Armenien brennen viele Familien ihren Oghi selbst, in kleinen Kupferapparaten. In Deutschland ist das ohne Erlaubnis verboten, und Obstbesitzer lassen ihre Früchte in einer Abfindungsbrennerei brennen. Hier geht es allein ums Verstehen.

Dazu im Lexikon

Der Charentaiser Brennkessel bei Cognac
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