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Frucht & Rohstoff in der Region Armenien

Trauben und Aprikosen

Frucht & Rohstoff

Armenischer Brandy beginnt mit weißen Trauben aus der Ararat-Ebene, dem heißen, trockenen Becken rund um Jerewan. Nach Angaben der Häuser werden dafür einheimische Sorten verwendet, genannt werden unter anderem Voskehat und Kangun. Der Name Voskehat bedeutet etwa „Goldkorn“; es ist eine alte weiße Sorte des Landes. Die Ebene hat ihren Namen vom Berg Ararat, der an klaren Tagen hinter Jerewan zu sehen ist, auch wenn er heute auf türkischem Gebiet liegt.

Warum ausgerechnet weiße Sorten? Ein Brandy braucht einen Wein, der schlank und säurebetont ist und wenig Eigengeschmack mitbringt, denn Farbe und Würze kommen später aus dem Fass. Hitze macht Trauben süß, und wer sie früh genug liest, behält trotzdem die Säure, die den Brand frisch hält.

Die zweite Leitfrucht ist älter bekannt als jeder Brandy: die Aprikose. Ihr botanischer Name Prunus armeniaca verweist auf das Land, weil man sie lange von dort herleitete. In der Ararat-Ebene reifen die Früchte im Hochsommer, deutlich vor den Trauben, und was nicht frisch gegessen oder getrocknet wird, wandert in den Gärbehälter.

Dazu kommt die Maulbeere. Der Baum, auf Armenisch Tuti, steht an Hofmauern und Feldrändern, und seine Früchte sind so zuckerreich, dass sie sich gut vergären lassen. Reife Maulbeeren sind dunkel und weich, färben die Finger und lassen sich kaum transportieren, deshalb werden sie meist dort verarbeitet, wo sie wachsen. Frische Aprikosen halten sich ebenfalls nur kurz, getrocknet dagegen den ganzen Winter. Der Maulbeerbrand, der Tuti-Oghi, gilt als der klassische Oghi des Landes.

Oghi entsteht meist aus Obst vom eigenen Grundstück: Neben Aprikosen und Maulbeeren werden Pflaumen, Birnen und Feigen verarbeitet. Die Menge ist klein, die Sorte oft unbekannt, und genau deshalb schmeckt jeder Hof ein wenig anders.

Dazu im Lexikon

Tresterbrand aus Traubenschalen im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft