
Apfel, Birne, Williams
Brandstil
Was ist der Lavanttaler Bananenapfelbrand? Ein Apfelbrand aus einer einzigen Sorte, der nach den Angaben des Landwirtschaftsministeriums seit dem 20. Jahrhundert aus handgelesenen Früchten entsteht und ein vielschichtiges Duftaromenspektrum mitbringt. Er gehört zu den wenigen Bränden Kärntens, die eine eigene Seite im Register der Traditionellen Lebensmittel haben.
Im Glas steht ein klarer Brand, in dem der Apfel die Hauptrolle hat: reife Frucht, eine feine Süße, im Abgang trockene, saubere Wärme. Mit etwas Aufmerksamkeit findet man den Anklang an Banane wieder, der der Sorte den Namen gab. Je reifer die Äpfel bei der Ernte waren, desto deutlicher zeigt sich die Frucht im Brand; ein zu früh gepflückter Apfel bleibt im Destillat dünn und grün.
Der Birnenbrand ist die zweite Säule. Pfau füllt einen Williams ab, der nach den Regeln der EU nur aus der Williams-Christ-Birne bestehen darf. Williams-Brände gelten als besonders fruchtig, mit weichem, saftigem Birnenton.
Und was ist ein Obstler? Ein Obstbrand, dessen Maische zu mindestens 85 Prozent aus Äpfeln oder Birnen stammt. Bis zu 15 Prozent andere Früchte oder Beeren sind erlaubt. Ein sortenreiner Bananenapfelbrand ist also kein Obstler im rechtlichen Sinn, sondern ein Apfelbrand.
Verwandt ist der Lavanttaler Brand mit dem Calvados, der aber aus Cidre gebrannt wird und nach AOC-Regeln mindestens zwei Jahre im Eichenfass liegen muss. Der Kärntner Apfelbrand dagegen kommt ohne Fass aus und lebt von der Sorte.
Lavanttaler BananenapfelbrandObstbrand · Lavanttaler Bananenapfel
- Alkohol
- 40–45 % vol
- Reife
- 0–2 Jahre
Klar, reifer Apfel mit leichtem Bananenton, sauber und warm im Abgang.