
Dirndl, Birne, Elsbeere
Brandstil
Drei Brände prägen diese Gegend, und jeder hat eine eigene Frucht und eine eigene Geschichte. Gemeinsam ist ihnen, dass sie klar abgefüllt werden und von der Frucht leben, nicht vom Fass.
Der Original Pielachtaler Dirndlbrand ist der bekannteste. Er stammt aus sechs Gemeinden im Pielachtal und hat nach dem Verzeichnis traditioneller Lebensmittel einen süßlich feinen Fruchtcharakter und ein dezentes Trüffelaroma. Dazu kommt ein sehr langer Abgang.
Alle drei sind Obstbrände nach der EU-Verordnung und liegen bei mindestens 37,5 Prozent Alkohol, der Dirndlbrand nach seiner Eintragung bei 39 bis 45. Höchstens 18 Gramm Zucker je Liter dürfen zugesetzt werden, gefärbt wird nicht.
Der Birnenbrand aus Mostbirnen ist der Alltagsbrand des Mostviertels. Er darf nicht Williams heißen, denn dieser Name gehört in der EU ausschließlich Birnenbränden aus der Sorte Williams. Mostbirnen sind herber und gerbstoffreicher, ihr Brand schmeckt deshalb meist trockener und kantiger als der geschmeidige, fast parfümierte Williams.
Der Elsbeerenbrand kommt aus einem Wildobst, das zwischen Mostviertel und Wienerwald wächst, und ist wegen der kleinen Erntemengen eine Rarität. Er wirkt fein und leicht herb. Niederösterreich führt ihn als traditionelles Lebensmittel.
Wer sich in der Wachau umsieht, findet auf der anderen Donauseite ein ganz anderes Bild: Dort bestimmt die Marille den Brand. Im Mostviertel dagegen sind es Birne, Dirndl und Elsbeere, und der Unterschied lässt sich im Glas schmecken. Zwischen süßlichem Dirndl, herber Birne und der leisen Elsbeere liegen drei sehr verschiedene Wege, aus einer Frucht einen Brand zu machen.
Original Pielachtaler DirndlbrandObstbrand · Kornelkirsche (Dirndl)
- Alkohol
- 39–45 % vol
- Reife
- 0–2 Jahre
Süßlich feiner Fruchtcharakter, dezentes Trüffelaroma, sehr langer Abgang.