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Region & Geschichte in der Region Ica & die Pisco-Täler

Wüstental, Hafenname

Region & Geschichte

Was ist Pisco, und woher kommt er? Pisco Perú ist ein Traubenbrand aus der Küstenwüste Südperus, und das Tal von Ica gilt als sein Kerngebiet. Zwischen Sanddünen und Anden ziehen sich grüne Rebzeilen, die vom Wasser des Río Ica leben, denn Regen fällt hier fast nie.

Der Name gilt als abgeleitet von der Hafenstadt Pisco, über die der Brand einst verschifft wurde. Die Reben brachten spanische Siedler im 16. Jahrhundert ins Land. Nach Angaben der Hacienda Tacama pflanzte Francisco de Carabantes dort 1540 die ersten Stöcke, und die Hacienda La Caravedo nennt 1684 als Gründungsjahr ihrer Brennerei. Beide Zahlen sind Herstellerangaben.

Welche Regeln gelten für Pisco aus Peru? Die Peruanische Technische Norm NTP 211.001 legt fest, was sich so nennen darf. Sie gilt für die Gebiete Lima, Ica, Arequipa, Moquegua und Tacna. Der Brand darf kein Wasser und kein Holz sehen, muss mindestens drei Monate ruhen und liegt zwischen 38 und 48 % vol. Die Europäische Union führt Pisco seit dem 27. Juli 2009 als geografische Angabe.

Auch Chile führt für seinen Pisco eine eigene Ursprungsbezeichnung, mit anderen Regeln und anderen Anbaugebieten. Beide Länder sehen den Namen als Teil ihres Erbes, und wie sich die Unterschiede im Glas zeigen, steht in der Region Elqui und Limarí. Hier geht es um den peruanischen Weg.

Rund um Ica reihen sich heute große Haciendas wie Tacama, Vista Alegre und Caravedo an kleinere Bodegas, die ihren Pisco in überschaubaren Mengen brennen. Wer im Südsommer kommt, erlebt die Lese. Die Stationen dieser Reise folgen dem Weg der Traube: vom Weinberg über Maische und Brennblase bis ins Glas und auf den Teller.

Dazu im Lexikon

Traubenbrand aus Frankreich: Cognac und Armagnac
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