
Damasson rouge
Frucht & Rohstoff
Die Pflaume, aus der die Damassine gebrannt wird, heißt Damasson rouge und ist etwa so groß wie eine Mirabelle. Ihre Haut ist rosa bis dunkelrot, auf der Sonnenseite mit vielen dunklen Punkten, auf der Schattenseite eher gelborange. Darüber liegt ein kräftiger, bläulicher Reif.
Reif ist die Frucht fleischig und saftig, das Fruchtfleisch löst sich leicht vom Stein. Dieser kleine Stein bleibt später im Fass, denn die Früchte dürfen nicht entsteint werden.
Geerntet wird nicht im üblichen Sinn. Die Pflaumen werden nicht gepflückt und die Äste nicht geschüttelt. Stattdessen lesen die Erzeuger die reifen, abgefallenen Früchte täglich von Hand auf, zu Beginn und gegen Ende der Saison auch nur alle zwei Tage. Das Vieh wird mindestens zwei Wochen vor dem erwarteten Erntebeginn aus den Obstwiesen geführt, das Gras gemäht. Je nach Lage dauert die Ernte von Mitte Juli bis Ende September.
Die Bäume stehen als Fruchthecken oder verstreut in Feldobstgärten. Man vermehrt sie über Wurzelausläufer, Stecklinge, Anhäufeln oder Veredlung, Vermehrung im Labor ist verboten. Deshalb unterscheidet das Etikett später zwischen Früchten von veredelten und von wilden, also unveredelten Bäumen. Die Krone muss mindestens einen Meter über dem Boden ansetzen, damit die Früchte sauber fallen.
Bei Neupflanzungen verlangt das Pflichtenheft Pflanzmaterial verschiedener Typen aus mehreren Obstgärten des Gebiets, damit die Vielfalt der Damassine-Bäume im Jura erhalten bleibt. Die Erzeuger arbeiten nach den Richtlinien der integrierten Produktion oder biologisch.