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Region & Geschichte in der Region Südtiroler Unterland & Etschtal

Tramin und Unterland

Region & Geschichte

Südtiroler Williams, Südtiroler Gravensteiner, Südtiroler Golden Delicious: Wer zwischen Bozen und Salurn Obstbrand kauft, liest diese Namen auf dem Etikett, und jeder von ihnen ist eine geschützte geografische Angabe der EU. Seit 1989 stehen sie im europäischen Register, gemeinsam mit dem Südtiroler Obstler und dem Südtiroler Grappa.

Das Etschtal südlich von Bozen, das Überetsch und das Unterland mit Kaltern, Tramin, Neumarkt, Auer und Salurn bilden den Kern des Südtiroler Obstbaus. Auf dem Talboden stehen Apfelanlagen in langen, geraden Reihen, an den Hängen darüber wachsen die Reben. Wo zwei Früchte so dicht beieinander gedeihen, ist die Brennerei nie weit: Aus Birnen, Äpfeln und dem Trester der Kellereien entstehen die Brände dieser Gegend.

Wann im Unterland zum ersten Mal gebrannt wurde, lässt sich an keiner Jahreszahl festmachen. Sichtbar sind die Betriebe von heute, und zwei der bekanntesten stehen in Tramin. Die Brennerei Roner wirbt auf ihrer Webseite mit 80 Jahren Leidenschaft für den Geschmack, die Brennerei L. Psenner geht auf Ludwig Psenner zurück, der in Tramin zunächst Grappa aus Weintrester brannte, bevor Obstbrände und Liköre dazukamen.

Der Herkunftsschutz zieht eine klare Linie. Südtiroler Williams darf nur heißen, was aus Williams-Birnen besteht, die in Südtirol vergoren, dort gebrannt und auf Trinkstärke herabgesetzt wurden, und zwar mit mindestens 40 Prozent Alkohol. Beim Südtiroler Grappa müssen die Trauben in der Provinz gewachsen und dort zu Wein verarbeitet worden sein, auch das Brennen und Abfüllen bleibt im Land.

Südtiroler Marille, Kirsch, Zwetschgeler und Enzian sind ebenfalls geschützt, gehören aber zu den Bergtälern und zur Reise durch Vinschgau und Eisacktal. Im Etschtal dreht sich alles um Apfel, Birne und Traube.

Dazu im Lexikon

Grappa aus Italien im Vergleich zum Südtiroler Tresterbrand
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft