Botanicals in der Region Schwarzwald

Wald statt Gewächshaus

Botanicals

Wacholder wächst im Schwarzwald wild an lichten Waldrändern und auf Heideflächen. Dort lassen Fichten genug Licht für den Strauch. Für Monkey 47 reicht das allein nicht. Neben dem Wacholder stecken 46 weitere Zutaten in der Mischung, von Zitrusschalen bis zu Gewürzen aus Übersee. Gut ein Drittel davon stammt tatsächlich aus dem eigenen Wald.

Am auffälligsten sind die Fichtensprossen, die frischen, hellgrünen Triebe an den Zweigspitzen. Sie lassen sich im Frühjahr nur wenige Wochen lang ernten. Sie bringen einen harzig-frischen Ton in den Gin, der an nasses Nadelholz nach dem Regen erinnert. Dieser Ton bindet den Gin fest an seinen Wald.

Preiselbeeren sind im Schwarzwald auf sauren, moorigen Böden zu Hause. Sie geben eine leichte Säure und einen Hauch Fruchtigkeit dazu, die den harzigen Ton auffängt. Dazu kommen Brombeerblätter und Holunderblüten aus den Hecken der Umgebung. Sie unterlegen dem Gin eine leise, blumige Süße.

Der Rest der 47 Botanicals reist von weit her. Angelikawurzel, Kubebenpfeffer, Muskatblüte oder Bitterorange sind im Schwarzwald nie gewachsen. Sie ergänzen aber, was die heimischen Pflanzen nicht liefern können. Erst im Zusammenspiel aus Import und Waldboden entsteht jene Fülle, für die der Gin bekannt wurde.

Wer die Zutatenliste liest, findet Namen aus drei Kontinenten neben Pflanzen vom eigenen Waldrand. Genau dieser Kontrast, heimisch und fremd in einer Flasche, gilt als Markenzeichen des Schwarzwälder Stils. Kein anderer deutscher Gin trägt so viel Wald in sich wie dieser.

Grab dich durchSchicht antippen

Dünne, saure Auflage aus verrottenden Fichtennadeln und Moos.

Die Wurzel: Sträucher wie Preiselbeere und Heidelbeere wurzeln flach genau hier, weil sie diese Säure brauchen.

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