Botanicals in der Region Plymouth

Sieben Botanicals

Botanicals

Wacholder ist bei jedem Gin Pflicht. Plymouth Gin setzt daneben auf ein sehr kleines, festes Rezept: sieben Botanicals, die seit Generationen unverändert bleiben sollen. Neben dem Wacholder gehören Koriandersamen, Angelikawurzel, Iriswurzel, Kardamomsamen sowie Orangen- und Zitronenschale dazu.

Der Wacholder selbst wächst kaum noch in England. Viele Bestände stehen unter Schutz und dürfen nicht mehr geerntet werden. Wie die meisten britischen Brennereien bezieht auch die Black Friars Distillery ihre Beeren aus Südosteuropa. Üblich sind Herkünfte aus Italien oder Mazedonien, wo der Wacholderstrauch auf trockenen Kalkhängen wächst und besonders harzige, würzige Beeren liefert.

Im Glas trägt der Wacholder die harzige Grundnote. Plymouth Gin gilt trotzdem als weicher und erdiger als ein klassischer London Dry, und das liegt an den anderen sechs Zutaten. Angelikawurzel bringt einen erdigen, fast würzigen Ton. Iriswurzel bindet die Aromen und macht den Gin runder im Abgang.

Kardamomsamen legen eine warme, leicht scharfe Würze darüber. Orangen- und Zitronenschale sorgen für die zitrische Frische, die den Gin trotz der Erdnoten nicht schwer wirken lässt. Koriandersamen verbindet beides: eine leichte, fast seifige Zitrusnote, die zwischen Wacholder und Schale vermittelt.

Diese Kombination ist bewusst konservativ. Während viele neue Brennereien mit einem Dutzend oder mehr Botanicals arbeiten, hält Plymouth an einer Rezeptur fest, die schon im 18. Jahrhundert für Seefahrer gemischt wurde. Barbican-Händler verkauften die Beeren und Wurzeln damals direkt am Kai, bevor sie in der Brennerei zu Gin wurden.

Grab dich durchSchicht antippen

Dünner, krümeliger Humus über dem Kalkgestein, wie er auf den Wacholderhängen Süditaliens und Mazedoniens vorkommt.

Die Wurzel: Die feinen Wurzeln des Wacholders finden hier kaum Wasser, das hält die Beeren klein und aromareich.

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