Botanicals in der Region Highlands & Inseln

Vogelbeere, Torf, Tang

Botanicals

Wacholder wächst hier wild und niedrig, geduckt auf den Torfheiden von Highlands und Inseln, wo Wind und Regen kaum eine andere Pflanze so hoch kommen lassen. Die Art heißt botanisch Juniperus communis und ist im ganzen Land heimisch, von den Cairngorms bis zu den Hebriden. Er liefert den harzig-nadeligen Grundton, den jeder Gin braucht, aber in dieser Region ist er nur der Auftakt für alles, was noch folgt.

The Botanist stellt neben neun klassischen Gin-Zutaten 22 Islay-Wildpflanzen dazu, darunter Heidekraut, Gagelstrauch, Ginsterblüte, Waldsalbei und Mädesüß. Jede bringt einen eigenen Ton mit ins Glas: Heidekraut honigsüß und blumig, Gagel harzig-würzig, Ginster mild-nussig, Waldsalbei bitter-grün, Mädesüß mandelig-süß. Die Sammlerinnen kennen jede Pflanze und jeden Fundort genau, denn ein Gin mit 22 Wildzutaten verzeiht keine Verwechslung.

Auf der Isle of Harris ist die auffälligste Zutat kein Kraut, sondern Zuckertang, botanisch Saccharina latissima. Der Taucher Lewis Mackenzie holt ihn frei tauchend aus dem Meer, in einem Zeitfenster von nur zwei Stunden um die Springtiden. Er sucht jede Pflanze einzeln aus und lässt genug stehen, damit der Tang binnen acht Wochen nachwächst. Der Tang gibt dem Gin eine leicht salzige, fast fleischige Note, die sonst kein Gin im Glas hat.

Bei Caorunn stammen fünf keltische Botanicals aus der Umgebung von Balmenach: Vogelbeere, Löwenzahn, Gagelstrauch, Heidekraut und der Coul-Blush-Apfel. Die Vogelbeere gibt einen herb-fruchtigen Biss und schenkt dem Gin seinen gälischen Namen. Der Löwenzahn bringt eine erdig-grüne Note, der Apfel eine runde Süße, die den Gin milder wirken lässt als reine Wacholder-Gins.

Drei Landschaften, drei Rezepturen: Torfheide, offenes Meer und Apfelgarten am Rand des Whisky-Glens. Der Wacholder bleibt überall derselbe. Was um ihn herum wächst, erzählt aber genau, wo in Schottland man gerade steht.

Grab dich durchSchicht antippen

Locker verrotteter Pflanzenrest aus Heidekraut und Moos, sauer und nährstoffarm.

Die Wurzel: Wacholder und Heidekraut verankern hier ihre feinen Wurzeln und vertragen die Säure.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

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