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Verkosten in der Region Queensland: Bundaberg

Pur und klein

Verkosten

Wie schmeckt Bundaberg Rum? In der Nase kommen zuerst Melasse und Karamell, dahinter Vanille und ein Hauch Gewürz. Am Gaumen wirkt er weich und eher süß im Ton, der Abgang ist mittellang und holzig. Wer fruchtige Esterrums kennt, wird hier weniger Frucht und mehr Wärme finden.

Als Maßstab dient die Standardabfüllung, die das Haus „Original“ nennt. Dazu kommen die Abfüllungen der Master Distillers’ Collective: der 10 Year Old, der Port Barrel und der Golden Reserve, die 2011 als erste drei erschienen und Preise gewonnen haben.

Ein Tumbler, also ein kleines, dickwandiges Glas, passt zum lockeren Charakter dieses Rums. Wer die Aromen genauer fassen will, nimmt ein tulpenförmiges Nosing-Glas, das sich nach oben verengt und die Düfte bündelt.

Zimmertemperatur um die 18 bis 20 Grad ist üblich; ein kalter Rum verschließt die Aromen. Ein paar Tropfen Wasser senken die Stärke und setzen flüchtige Stoffe frei, bei einem Rum von etwa 40 Prozent ist der Effekt aber klein.

Im Alltag wird Bundy oft gemischt. Zum Probieren riecht man zuerst an dem Glas, bewegt dann einen kleinen Schluck im Mund und riecht noch einmal; der Nachhall zeigt, wie lange das Holz trägt. Beim Vergleich mehrerer Abfüllungen hilft eine feste Reihenfolge: erst die jüngere, dann die ältere, dazwischen Wasser und ein Stück trockenes Brot. Wer den 10 Year Old direkt nach der Standardflasche probiert, merkt den Unterschied im Holz meist sofort.

Die Farbe gibt einen ersten Hinweis, aber keinen sicheren: In der EU darf Zuckerkulör die Farbe angleichen, ein dunkles Braun beweist also kein hohes Alter. Entscheidend bleibt, was das Etikett als Alter ausweist, und das gilt nur für den jüngsten Anteil.

Dazu im Lexikon

Rum verkosten, Schritt für SchrittRum pur trinken: Glas und Temperatur
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