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Verkosten in der Region Demerara: Diamond & El Dorado

Zucker, Holz, Gewürz

Verkosten

Ein Glas Demerara riecht oft zuerst nach dunklem Zucker. Dahinter kommen Karamell, Rosinen oder Pflaume, ein Hauch Rauch, dazu Holz und Gewürz wie Zimt und Muskat. Das ist keine feste Regel, sondern das, was in Verkostungsnotizen zu El Dorado und Diamond immer wieder beschrieben wird. Jede Charge kann etwas anders ausfallen.

Als Beispiele eignen sich drei Rums aus der Diamond-Brennerei. Der El Dorado 12 ist nach Angaben des Hauses eine Mischung aus Säulen- und Pot-Still-Rum mit mindestens zwölf Jahren in gebrauchten Bourbonfässern, er gilt als der weichere, runde Einstieg. Der El Dorado 15 enthält zusätzlich Destillate aus Holzbrennblasen und wirkt dichter, würziger und länger. Diamond Reserve gehört zur Einstiegslinie derselben Brennerei.

Ein Nosing-Glas oder Tulpenglas bündelt die Aromen besser als ein breiter Tumbler. Gut ist Zimmertemperatur, etwa 18 bis 20 Grad; kalt wirken die Düfte flach, und die Kälte betont Bitterkeit. Wer das Glas kurz schwenkt, sieht, wie der Rum in Schlieren an der Wand zurückläuft; das sagt etwas über Körper und Dichte, aber nichts über Qualität.

Zugegebenes Wasser öffnet die Nase. Zuerst einen kleinen Tropfen oder einen Teelöffel, dann abwarten und neu riechen. Bei 40 bis 43 Prozent braucht es selten viel, bei fassstarken Abfüllungen mit 55 bis 60 Prozent kann ein ganzer Schluck Wasser nötig sein, bis die Alkoholschärfe den Duft nicht mehr überdeckt.

Eine Besonderheit: Die Spezifikation erlaubt bis zu 20 Gramm Zucker je Liter, und solche Süße wirkt in einem dunklen Rum schnell weich und rund. Wer den Geschmack des Holzes und der Melasse selbst prüfen will, kann dieselbe Marke einmal pur und einmal mit etwas Wasser probieren und merkt, wie viel davon aus dem Fass stammt und wie viel aus der Rezeptur.

Dazu im Lexikon

Rum verkosten Schritt für SchrittRum pur trinken: Glas, Temperatur, Wasser
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