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Verkosten in der Region Radebeul & Elbtal

Probe am Elbhang

Verkosten

Hell, frisch und straff: So schmeckt Sekt aus Sachsen meist. Zitrus, grüner Apfel und eine deutliche Säure halten den Mund wach. Welche Sorte im Spiel ist, merkt man schnell: Riesling wirkt klar und zitrisch, Scheurebe nach schwarzer Johannisbeere, Traminer nach Rosenblättern.

Drei Häuser dienen als Geschmacksbeispiel. Bussard Sekt von Schloss Wackerbarth steht für den klassischen flaschenvergorenen Radebeuler Stil. Ein Scheurebe-Sekt desselben Hauses wurde bei der Landesweinprämierung Sachsen 2018 ausgezeichnet. Der Traminer-Sekt der Winzergenossenschaft Meißen, die 1938 als Sächsische Weinbaugenossenschaft in Zitzschewig entstand, wurde im selben Wettbewerb prämiert.

Dazu hat Schloss Wackerbarth nach eigener Meldung im September 2025 den ersten Platz beim Meiningers Deutschen Sektpreis belegt. Solche Preise ersetzen die eigene Probe nicht, zeigen aber, dass ein kleines Gebiet im deutschen Vergleich mithalten kann.

Beim Verkosten hilft eine feste Reihenfolge. Zuerst die Perlage ansehen: Feine, anhaltende Perlen sprechen für lange Hefelagerung. Dann am Sekt riechen, bevor man trinkt, und im Mund auf Säure und Süße achten. Wie weich die Kohlensäure wirkt, hängt vom Druck ab. Ein Sekt mit 3,5 bar Mindestdruck prickelt anders als ein zarter Perlwein mit höchstens 2,5 bar. Wer mehrere Sekte nebeneinander probiert, beginnt mit dem trockensten, also dem mit der niedrigsten Dosage, und endet beim süßesten, weil Zucker die Säure des nächsten Weins schärfer erscheinen lässt.

Öffnen geht ohne Knall. Folie und Drahtkörbchen lösen, den Daumen auf den Korken legen, die Flasche langsam drehen, nicht den Korken. Es soll zischen, nicht knallen. So bleibt die Kohlensäure im Wein und nicht auf dem Boden.

Dazu im Lexikon

Welches Glas für Sekt und SchaumweinSekt richtig öffnen und servieren
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