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Grundwein & Cuvée in der Region Die & Clairette de Die

Saft statt Wein

Grundwein & Cuvée

Beim süßen Clairette de Die gibt es keinen Grundwein im üblichen Sinn, denn am Anfang steht kein fertiger Wein, sondern Traubensaft. Das ist der größte Unterschied zu Champagner oder Crémant, wo zuerst ein trockener Stillwein entsteht. Hier beginnt die einzige Gärung schon im Tank und endet in der Flasche.

Die Lese ist Handarbeit, vorgeschrieben für alle Weine der Appellation. Die Trauben werden gepresst, der Saft wird gefiltert, damit weniger Hefe im Most bleibt. Das Pflichtenheft nennt es so: Die Gärung wird mit Kälte beherrscht und durch die Entfernung eines Teils der Hefen gebremst.

Cuvée heißt hier vor allem Mischung von Mosten. Mindestens drei Viertel müssen vom Muscat à petits grains stammen, der Rest ist meist Clairette. Reserveweine aus älteren Jahren gibt es nicht, denn jede Flasche stammt aus dem Saft einer einzigen Ernte. Verkauft wird frühestens am 1. März des Jahres nach der Lese.

Der Crémant de Die und der trockene Clairette de Die folgen dem klassischen Weg. Hier entsteht zuerst ein vollständig durchgegorener Wein aus Clairette, der mit einer Zugabe aus Zucker und Hefe, der Liqueur de Tirage, in die Flasche kommt. Gefüllt wird beim trockenen Clairette de Die erst ab dem 1. Januar des Jahres nach der Ernte.

Blanc de Blancs oder Blanc de Noirs sind hier keine Begriffe, denn der süße Weißwein kommt ganz ohne rote Trauben aus. Gedacht ist er als junger Wein des Erntejahres, der seinen Muscat-Duft frisch zeigen soll.

Dahinter steckt Handwerk: Der Kellermeister entscheidet, wann er abkühlt, wann er Hefe entfernt und wann er füllt. Wer zu früh füllt, behält viel Zucker im Wein, wer zu spät füllt, hat zu viel davon schon vergoren.

Dazu im Lexikon

Was ein Pet-Nat ist und wie er entstehtFlaschengärung Schritt für Schritt erklärt
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