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Rebsorten in der Region Die & Clairette de Die

Muscat vor Clairette

Rebsorten

Der Name führt in die Irre: Im Clairette de Die steckt vor allem Muscat. Für den süßen Typ mit der Zusatzbezeichnung „méthode ancestrale“ schreibt das Pflichtenheft vor, dass mindestens 75 Prozent der Rebfläche und der Cuvée Muscat à petits grains sind, die kleinbeerige Muskatellersorte, die auf Deutsch Gelber Muskateller und in Italien Moscato bianco heißt. Dieselbe Sorte steht also hinter dem Asti, der Wein ist trotzdem ein ganz anderer.

Clairette ist die zweite Sorte, eine weiße Rebe des Südens mit wenig eigenem Aroma. Im süßen Typ ergänzt sie den Muscat nur als Zugabe. Als Hauptsorte steht sie im Pflichtenheft nur für den trockenen Typ, im süßen darf sie ergänzen, aber nie führen. Der trockene Clairette de Die darf ausschließlich aus Clairette bestehen und wird wie ein Crémant ein zweites Mal in der Flasche vergoren.

Auch der Crémant de Die baut auf Clairette als Hauptsorte; Aligoté und Muscat à petits grains sind als Nebensorten zugelassen. Wer sonst Crémant aus Chardonnay oder Pinot kennt, trifft hier auf eine andere Grundlage, nämlich auf eine Sorte, die den Namen des Tals trägt.

Muscat bringt sein Aroma schon als Traube mit. Die Fachpresse beschreibt den Wein mit Rosenblüten und Zitrus. Damit davon möglichst viel im Glas ankommt, hält man den Most kalt, bremst die Gärung früh und füllt noch halb vergorenen Most in die Flasche.

Die 75 Prozent gelten auf zwei Ebenen: für die gesamte Rebfläche eines Betriebs und für die einzelne Cuvée im Keller. Reine Traubenlieferanten mit weniger als 1,5 Hektar sind von der Rebflächen-Regel ausgenommen. Mutationen wie der rosafarbene Muscat dürfen mit der weißen Variante auf einer Parzelle stehen.

Dazu im Lexikon

Muskateller: die Traube hinter dem RosenduftCrémant und seine Rebsorten
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft