
Apfel, Blüte, Zitrus
Verkosten
Wie schmeckt Prosecco? Jung, fruchtig und leicht: grüner Apfel, reife Birne, Zitrusschale, dazu Blüten wie Akazie oder Holunder. Die Perlen sind lebhaft, der Schaum entsteht schnell und fällt rasch wieder zusammen. Hefe, Brioche oder Röstaromen sucht man vergebens, sie gehören zu anderen Schaumweinen. Der Rosé duftet dezent nach roten Beeren.
Als Geschmacksbeispiele taugen drei Häuser. Ein Spumante Extra Dry von Mionetto zeigt den klassischen Stil der großen Marken. Villa Sandi aus Crocetta del Montello steht für Weine aus dem Kerngebiet der Provinz Treviso. Und wer Asolo kennenlernen möchte, kann Asolo Prosecco Superiore von Montelvini vom Montello verkosten, bei dem die Hügel die Handschrift geben.
Das richtige Glas ist ein Weißweinglas oder eine Tulpe. Die flache Schale lässt Duft und Kohlensäure schnell entweichen, in der Tulpe sammeln sich die Aromen. Gerade bei einem so leisen Wein wie Prosecco lohnt das. Beim Einschenken hält man das Glas schräg, bis der Schaum sich beruhigt hat, und füllt es nur zu zwei Dritteln, damit der Duft Platz behält.
Gut gekühlt zeigt der Wein sich am besten, bei etwa 6 bis 8 Grad. Ist er zu kalt, verschließt sich die Frucht, ist er zu warm, wird der Schaum grob und der Wein wirkt schwer. Eine halbe Stunde im Kühlschrank oder eine Viertelstunde im kalten Wasserbad genügen meist. Den Rest der Flasche bewahrt man gekühlt und gut verschlossen auf, am besten mit einem Schaumweinstopfen.
Beim Öffnen hält man den Korken fest und dreht die Flasche, nicht den Korken. Es soll zischen, nicht knallen. Bei einer Frizzante mit Spago schneidet man erst die Schnur durch und hält dabei den Korken mit dem Daumen. Der Druck ist niedriger, der Stopfen kann trotzdem davonfliegen.