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Verkosten in der Region Luxemburger Mosel

Apfel und Brioche

Verkosten

Wie schmeckt Crémant de Luxembourg? Meist nach grünem und gelbem Apfel, Birne und Zitrusschale, dazu kommt bei längerer Hefelagerung ein Hauch Brioche. Weil die Säure aus kühlen Kalkböden kommt, wirkt er frisch und straff; die Auxerrois-betonten Cuvées sind weicher und fruchtiger.

Zum Vergleichen helfen drei Namen. Die Crémants der Reihe Poll-Fabaire von den Domaines Vinsmoselle gibt es als Brut, den man als Maßstab nehmen kann. Bernard-Massard in Grevenmacher füllt Crémant neben seinem Sekt ab. Der Crémant de Wallonie der Domaine de Glabais, ein Brut nach traditioneller Methode, zeigt die belgische Seite.

Für das Glas gilt: Tulpe statt breiter Schale. Die Tulpe, ein Glas mit schlankem Kelch, der sich oben leicht verengt, hält die Perlen länger und lässt die Aromen aufsteigen; die flache Schale lässt beides schnell entweichen. Bei einem Jahrgangs-Crémant mit langem Hefelager darf es auch ein kleines Weißweinglas sein, weil sich die Aromen dann mehr entfalten.

Serviert wird gut gekühlt, bei etwa 6 bis 8 °C; ein Crémant mit viel Hefelager darf einige Grad wärmer ins Glas, damit sich Brioche und Nuss entfalten. Zu kalt serviert, schmeckt er stumpf.

Zum Öffnen bleibt der Korken in der Hand, die Flasche wird gedreht, bis ein leises Zischen zu hören ist und kein Knall. Die Flasche steht dabei schräg, der Daumen liegt auf dem Korken.

Ein Blick auf die Perlage lohnt: Feine, lange Perlenketten gelten als Zeichen einer ruhigen zweiten Gärung und genug Zeit auf der Hefe. Beim Probieren hilft ein Vergleich: Erst einen Brut, dann einen Extra Dry nebeneinander verkosten; der Extra Dry wirkt fruchtiger und weicher, der Brut straffer.

Dazu im Lexikon

Welches Glas zu welchem Wein passtSchaumwein richtig servieren und öffnen
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