
Chardonnay im Glas
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Ein Törley Chardonnay Brut schmeckt trocken und frisch. Typisch für Chardonnay aus kühlerem Klima sind Zitrus, grüner Apfel und eine helle, klare Säure, bei etwas Reife kommt ein Hauch Brioche dazu. Die Perlen steigen fein und anhaltend, wenn das Glas sauber ist. Schau zuerst auf Farbe und Perlage, ein junger Chardonnay-Schaumwein ist blassgelb bis hell golden. Rieche dann am Glas, bevor du trinkst, und achte darauf, wie lange der Geschmack nachklingt.
Die Premiumreihe François Prestige von Törley zeigt, wie viel mehr Reifezeit im Keller aus derselben Grundidee macht. Der Wein wird runder und tiefer, ohne seine Frische zu verlieren.
Als Gegenstück taugt ein Pezsgő von Kreinbacher aus Somló. Dort liefert Vulkanboden Weine mit salzigem, mineralischem Zug, und das Haus hat 2014 seinen ersten Pezsgő gefüllt. Der Vergleich der beiden zeigt, wie stark der Boden einen Schaumwein prägt. Beide stehen hier als Geschmacksbeispiel, nicht als Empfehlung zum Kauf.
Am besten schmeckt ein trockener Pezsgő bei 8 bis 10 Grad, zu kalt verschließt sich der Duft, zu warm wird er schwer. Ein Tulpenglas passt besser als eine flache Schale, denn es hält die Aromen zusammen und lässt die Perlen aufsteigen.
Beim Öffnen bleibt der Korken unter der Hand, und du drehst die Flasche, nicht den Korken. Wenn es nur seufzt statt knallt, ist es richtig gemacht. So bleibt die Kohlensäure im Wein und nichts schäumt über.