
Höhe, Regen, Frost
Höhe & Klima
Arandas und Atotonilco el Alto liegen auf rund 2.000 Metern über dem Meer. Das ist deutlich höher als das tiefer gelegene Tal um die Stadt Tequila. Diese Höhe ist der eigentliche Grund, warum man bei Los Altos von „Highlands“ spricht.
Der Regen fällt hier vor allem zwischen Juni und September. Danach folgt eine lange, trockene Zeit bis weit ins nächste Frühjahr. In diesen trockenen Monaten muss die Agave von den Reserven leben, die sie sich in der Regenzeit angelegt hat.
Nachts kühlt die dünnere Luft der Hochebene stark ab. Gelegentlich reicht es im Winter für leichten Frost auf den Feldern. Tagsüber wärmt die Sonne dagegen kräftig, kaum gebremst von dichter Bewölkung. Diesen Wechsel aus Kälte und Hitze kennt das tiefer gelegene Tal so nicht.
Genau dieser Unterschied zwischen Tag und Nacht bremst das Wachstum der Agave. Sie lagert dadurch langsamer und gleichmäßiger Zucker ein. Zusammen mit der eisenhaltigen roten Erde ergibt das die milderen, blumigeren Aromen, für die Los Altos bei Kennern bekannt ist. Das steht im Gegensatz zum erdigeren, grüneren Ton, den viele mit dem tieferen Tal verbinden.
Wer im Morgengrauen durch die Felder um Jesús María fährt, sieht oft noch Nebel in den Senken hängen. Die Sonne löst ihn meist innerhalb einer Stunde auf. Dieser rasche Wechsel gehört zum Rhythmus, nach dem die Agaven hier reifen. Kennerinnen nennen dieses Wechselspiel den eigentlichen Motor der Süße.