Böden in der Region Adelaide Hills

Sand über Eisenstein

Böden

Grab in einem Weinberg der Adelaide Hills ein Loch. Zuerst triffst du auf einen hellgrauen, sandigen Lehm, locker und arm an Nährstoffen, der im Sommer schnell austrocknet. Genau das mag die Rebe, denn wer nichts findet, muss suchen.

Schon nach wenigen Handbreit ändert sich der Boden abrupt, nicht schrittweise. Solche Wechselböden nennt man in Australien duplex soils. Der Übergang ist hier oft scharf genug, um ihn mit der bloßen Hand zu ertasten: oben lockerer Sand, darunter plötzlich zäher, roter Ton mit Eisensteinbrocken, die aussehen wie kleine, rostige Kiesel.

Dieser Eisenstein ist mehr als eine Kuriosität. Wo Sand auf Ton trifft, staut sich nach Regen kurz Wasser, und die Wurzel muss sich durch die harte Schicht zwängen, statt einfach in die Tiefe zu wachsen. Das kostet Kraft. Es bremst den Ertrag und presst mehr Geschmack in weniger Beeren.

Tiefer, jenseits der Wurzelzone der meisten Reben, wartet dichter, saurer Ton, der Wasser lange hält. Er ist der Vorrat für die trockenen Wochen im Februar, wenn der Regen der Adelaide Hills längst vorbei ist. Wie tief eine Wurzel kommt, entscheidet über den ganzen Sommer der Rebe.

Weil Südaustralien von der Reblaus nie erreicht wurde, stehen manche Stöcke im Piccadilly Valley und in Lenswood noch heute auf eigener Wurzel, ohne amerikanische Unterlage. Diese Wurzeln kennen den Wechselboden seit Jahrzehnten. Sie haben gelernt, mit seinem harten Übergang zu leben — ein Vorteil, den viele jüngere Weinberge der Welt nicht mehr haben.

McLaren Vale, kaum eine Autostunde südlich, wurzelt dagegen oft in Kalkstein und dunklem Ton, fast auf Meereshöhe. Der Wechselboden mit seinem scharfen Übergang von Sand zu Ton gehört einzig zu den Hügeln über Adelaide.

Grab dich durchSchicht antippen

Heller, sandiger Lehm, locker und arm an Nährstoffen. Er trocknet im Sommer als Erster aus.

Die Wurzel: Feinwurzeln suchen hier jeden Rest Nährstoff und leiden bei Trockenheit als Erste.

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