
Weiß, klar, fruchtig
Brandstil
Drei Namen tragen den Stil dieser Gegend am deutlichsten: Kirsch d'Alsace, Kirsch de Fougerolles und Mirabelle de Lorraine. Alle drei sind weiße Brände mit mindestens 45 Prozent Alkohol, und alle drei bekommen ihr Aroma ausschließlich aus der Frucht.
Der Kirsch d'Alsace ist klar und brillant. Geruch und Geschmack müssen an Kirsche mit einer Note von Steinobst erinnern. Verwendet werden Guignes und Merises aus dem elsässischen Gebiet; der Brand soll das Aroma sehr reifer, unversehrter Früchte tragen.
Der Kirsch de Fougerolles kommt aus elf Gemeinden in der Haute-Saône und in den Vogesen, darunter Plombières-les-Bains und Val d'Ajol, von Sandsteinplateaus in 300 bis 500 Metern Höhe mit vielen Quellen. Er unterscheidet sich vor allem durch seinen Weg: ein Gemisch aus vielen lokalen Sorten, ein einziger Brenndurchgang und Jahre im Glasballon auf dem Dachboden. Die Inventarkarte nennt zwei Stilrichtungen: Der rauere Brand ist für die Konditoren, der fruchtigere für den Genuss nach dem Essen.
Die Mirabelle de Lorraine ist ebenfalls farblos, kann beim Altern aber einen schwachen Bernsteinton bekommen. Sie duftet fruchtig und ohne ätherische Töne, im Mund ist sie weich, ohne harte Kanten und ohne zu viel Säure, und sie erinnert klar an die Frucht.
Daneben stehen der Marc d'Alsace Gewurztraminer, ein Tresterbrand mit blumigen und fruchtigen Noten, und Quetsch d'Alsace aus Zwetschgen. Dazu kommen Mirabelle d'Alsace und Framboise d'Alsace aus Himbeeren. Jenseits des Rheins, im Schwarzwald, heißt der Kirschbrand Schwarzwälder Kirschwasser. Auch er ist seit 1989 geschützt. Die Tradition ist verwandt, die Brenner und Sorten sind es nicht.
Kirsch d'AlsaceObstbrand · Guignes und Merises
- Alkohol
- 45–50 % vol
- Reife
- 0–3 Jahre
Klar und brillant, Kirsche mit Steinobstnote, trocken, ohne Süße.