
Fine Champagne erklärt
Brandstil
Fine Champagne ist keine eigene Lage, sondern ein Verschnitt aus Grande und Petite Champagne, in dem mindestens 50 Prozent aus der Grande Champagne stammen müssen. Die Bezeichnung steht auf dem Etikett, wenn ein Haus beide Crus mischt, und sie ist die verbreitete Antwort auf die Frage, wie man die Feinheit der einen mit der Zugänglichkeit der anderen verbindet.
Die Grande Champagne selbst steht für Brände, die als blumig und fein gelten, mit Blütenduft und einem Hauch Aprikose. Nach verbreiteter Ansicht reifen sie langsam, brauchen Jahre im Holz und zeigen ihr Bestes im XO und im Hors d'âge. Häuser, die Wert auf hohes Alter legen, beziehen gern Brände aus dieser Lage.
Die Petite Champagne liegt ringsum auf ähnlichem Kreideboden, doch die obere Bodenschicht ist dichter. Ihre Brände gelten als etwas leichter und früher zugänglich. Wer beides vergleichen will, findet auf dem Markt Abfüllungen mit der Angabe Grande Champagne, Petite Champagne oder Fine Champagne und kann an den drei Namen ablesen, wie der Brand zusammengesetzt ist.
Auf der Flasche stehen deshalb zwei Dinge nebeneinander. Die Altersstufe, also VS, VSOP oder XO, nennt das Mindestalter des jüngsten Brands im Verschnitt. Die Lage nennt, woher der Wein stammt. Beides zusammen sagt mehr über den Stil als jede Beschreibung auf dem Rückenetikett, und es verhindert, dass man Cognac und Weinbrand gleichsetzt.
Der Unterschied zwischen Cognac und Weinbrand zeigt sich in den Regeln. Der Cognac hat Herkunft, Verfahren und Mindestalter streng festgelegt und lässt nur den Charentaiser Kessel zu. Weinbrand dagegen braucht außerhalb solcher Herkunftsangaben mindestens 36 Prozent Alkohol und eine Reifung in Eiche.
Cognac Grande ChampagneWein- und Traubenbrand · Ugni blanc aus Kreideböden
- Alkohol
- 40–46 % vol
- Reife
- 2–30 Jahre
Blütenduft, Aprikose, später Honig und Nuss; langsam reifend, im Alter sehr fein.