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Brandstil in der Region Wachau

Brand, Likör, Weinbrand

Brandstil

Marillenbrand, Marillenlikör und Marillenschnaps klingen verwandt und sind es nur zum Teil. Schnaps ist ein Wort der Umgangssprache und kein Rechtsbegriff, es kann also fast alles meinen. Im Glas liegen die Unterschiede klarer: Der Brand ist trocken und glasklar, der Likör süß und dickflüssiger, der Weinbrand bernsteinfarben.

Der Wachauer Marillenbrand schmeckt weich und vollmundig, mit würzigem, vielschichtigem Marillenaroma und einem langen Abgang. Die Spezifikation verlangt mindestens 38 % vol, also etwas mehr als die 37,5 % vol, die für Obstbrand in der EU genügen. Dazu bleibt die Süßung winzig: höchstens 4 g Zucker je Liter, und der Trockenextrakt darf fünf Gramm je Liter nicht überschreiten. Wer ihn mit einem süßen Likör vergleicht, hält zwei völlig verschiedene Getränke in der Hand.

Der Wachauer Marillenlikör ist ein Likör, kein Brand. Er wird aus Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs oder aus Wachauer Marillenbrand hergestellt. Mit Agraralkohol wirkt er natürlicher und fruchtiger, mit Marillenbrand als Grundlage voller und würziger.

Der Wachauer Weinbrand kommt aus Wein, nicht aus Früchten, und hat mit der Marille nichts zu tun. Er reift im Eichenholz und schmeckt nach Holz und Wein, nicht nach Frucht, und er gehört zur Kategorie der Brandys und nicht zu den Obstbränden.

Eine vierte Bezeichnung ist Pálinka. Das ist eine EU-Angabe, die Ungarn und Österreich gemeinsam halten, im Register seit dem 13. Februar 2008, und österreichischer Marillenbrand aus bestimmten Bundesländern darf sie unter Bedingungen tragen. Der Wachauer Marillenbrand hat daneben seinen eigenen, engeren Namen mit festem Gebiet und festen Grenzwerten.

Der SteckbriefBrand antippen

Wachauer MarillenbrandObstbrand · Klosterneuburger Marille

Alkohol
38–43 % vol
Reife
0–1 Jahre

Glasklar, reife Marille mit dezentem Kernton, weich und vollmundig, langer würziger Abgang.

Dazu im Lexikon

Weinbrand, Cognac und Armagnac im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft