
Drei gesetzliche Arten
Brandstil
Welche Arten von Brandy gibt es in Südafrika, und worin unterscheiden sie sich? Das Gesetz kennt drei: Potstill Brandy, Vintage Brandy und Blended Brandy. Alle drei stammen aus Wein, und doch haben sie wenig miteinander gemein, denn der Unterschied liegt im Anteil der Blasenbrände und in der Zeit im Fass. Auf dem Etikett einer südafrikanischen Flasche erkennt man deshalb sofort, welche Stufe man vor sich hat.
Potstill Brandy ist die strengste Stufe. Nach den Angaben der South African Brandy Foundation besteht er zu 100 Prozent aus Brand, der zweifach in der Kupferblase gebrannt wurde, und reift mindestens drei Jahre in Eiche. Er schmeckt voller und feiner zugleich, mit Aprikose, getrockneter Frucht und Vanille.
Der Vintage Brandy mischt 30 bis 80 Prozent Potstill-Brand mit gereiftem Weindestillat und lagert mindestens acht Jahre. Mit dem Jahrgang hat der Name nichts zu tun. Er gilt als mild und rund, weil das Weindestillat die kräftigen Töne dämpft.
Blended Brandy ist die leichteste der drei Arten. Er enthält mindestens 30 Prozent Potstill-Brand, dessen Anteil mindestens drei Jahre gereift sein muss, dazu ungereiftes Weindestillat; der Mindestalkohol liegt nach der Foundation bei 40 Prozent. Er schmeckt glatter und weniger würzig und wird in Südafrika oft mit Cola gemischt.
Der Unterschied zu Cognac: Dort sind zwei Jahre Eiche das Minimum, die Herkunft ist auf die Charente begrenzt, und die Blase heißt Charentaiser Kessel. In Südafrika zählt vor allem das Verhältnis aus Blasenbrand und Weindestillat, dazu die Zeit im Holz.
Potstill BrandyWein- und Traubenbrand · Chenin Blanc und Colombar
- Alkohol
- 38–43 % vol
- Reife
- 3–15 Jahre
Bernsteinfarben, Aprikose, Trockenfrucht und Vanille, voll und fein im Abgang.