
Frisch, hell, straff
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Ein Espumante aus Pinto Bandeira schmeckt meist hell und straff: Zitrusschale, grüner Apfel, dazu bei längerem Hefelager eine Note von frischem Brot. Die Säure steht vorn, die Frucht bleibt klar. Das passt zur Höhenlage, in der die Trauben nicht überreif werden. Pinot Noir gibt dem Wein Fülle und einen Hauch roter Beeren, vor allem im Blanc de Noirs, während der Chardonnay die Linie zieht. Im Mund wirkt der Wein eher schlank als üppig, und die Perlage ist fein.
Als Beispiele für Schaumweine aus der Serra bieten sich einige Häuser an. Casa Valduga und Miolo arbeiten im Vale dos Vinhedos, Chandon do Brasil und Peterlongo in Garibaldi. Von Chandon kommt ein Tankschaumwein, von Valduga und Miolo gibt es Weine aus Flaschengärung. Beim Vergleich schmeckt man den Unterschied: Der Tankwein ist fruchtiger und einfacher, der Flaschenwein tiefer und brotiger.
Der süße Espumante Moscatel ist eine Welt für sich. Er duftet nach Trauben, Pfirsich und Blüten, hat wenig Alkohol und eine feine, weiche Perlage. Er ist ein Wein für den Nachmittag, nicht für das Festessen.
Das richtige Glas ist ein Tulpenglas. Es ist hoch und oben leicht verengt, sodass sich der Duft sammelt, und die Perlen steigen lange auf. Eine flache Schale lässt Aroma und Kohlensäure schnell entweichen. Wie man Gläser pflegt und welche Form wofür taugt, steht im Artikel zu Weingläsern.
Die Temperatur liegt bei sechs bis acht Grad, der Moscatel darf etwas kälter sein. Beim Öffnen wird die Flasche schräg gehalten, und man dreht den Korken langsam heraus, bis nur ein leises Zischen zu hören ist. So bleibt die Kohlensäure im Wein und nicht auf dem Tisch.