
Frisch und fruchtig
Verkosten
Wie schmeckt Rotkäppchen Sekt? Ein Markensekt aus dem Tank zielt auf einen frischen, gleichbleibenden Stil: viel Frucht, wenig Hefegebäck, eine Dosage, die ihn zugänglich macht. Genau diese Verlässlichkeit machte die Marke in Deutschland groß.
Ein Winzersekt aus der Region schmeckt anders. Der Auxerrois-Sekt der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut erinnert nach Angaben der Genossenschaft an Apfel und Pfirsich, die Flaschengärung bringt etwas mehr Tiefe. Beide Sekte kosten und nebeneinander stellen ist die einfachste Art, den Unterschied zu verstehen.
Im Glas lohnt sich eine Tulpe oder ein kleines Weißweinglas mehr als die flache Schale. Die Schale lässt die Kohlensäure schnell entweichen und verteilt die Aromen, die Tulpe hält die feine Perlage und bündelt den Duft am Rand.
Gut gekühlt schmeckt Sekt am besten, bei etwa 6 bis 8 Grad. Zu kalt blockiert die Kälte die Frucht, zu warm wirkt er schwer und schäumt beim Einschenken über. Eine halbe Stunde im Kühlschrank schadet also nicht, danach kommt er auf den Tisch.
Beim Öffnen die Folie entfernen, den Drahtkorb lösen und den Daumen auf den Korken legen. Die Flasche schräg halten und dabei die Flasche drehen, nicht den Korken. Wer es richtig macht, hört nur ein leises Zischen statt eines Knalls und verliert keinen Tropfen. Danach den Sekt zügig einschenken, erst wenig, dann auffüllen, wenn sich der Schaum gesetzt hat. So bleibt das Glas ohne Überlaufen voll, und die Perlen steigen lange auf.